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Der fliegende Jetski des Google-Gründers hebt zum ersten Mal ab

WIRED Staff 25.04.2017

Die Firma Kitty Hawk wollte ursprünglich fliegende Autos auf den Markt bringen. Jetzt hat das erste Fluggerät mit dem simplen Namen Flyer öffentlich einen Jungfernflug in Nordkalifornien absolviert. Als Funsport-Gerät soll der achtrotorige Elektroflieger in kürzester Zeit auch von Amateuren beherrschbar sein und ist zunächst nur für den Flug über Wasser konzipiert.

Kitty Hawks CEO Sebastian Thrun sagte laut Motherboard, dass er die Zukunft der Gesellschaft erschaffen wolle. Allerdings ist es kein fliegendes Auto, sondern eher ein fliegender Jetski, in dessen Hersteller unter anderem Google-Mitbegründer Larry Page investiert hat: Das Fluggerät ist nicht dazu gedacht, Menschen von einem Ort zum anderen zu bringen, sondern soll dem Freizeitsport dienen. Die Firma arbeitet allerdings parallel an weiteren Prototypen, zu denen die Details noch nicht bekannt sind.

Noch in diesem Jahr soll der Kitty Hawk Flyer auf den Markt kommen. Ein großer Vorteil des 100-Kilo-Geräts liegt darin, dass es in den USA als Leichtflugzeug gilt und somit ohne besondere Erlaubnis über dünn besiedeltem Gebiet geflogen werden darf. Dazu ist vor allem für die Nutzung über Wasserflächen nicht einmal ein Pilotenschein notwendig — entsprechend groß ist die potenzielle Nutzerschaft auf dem Fun-Sport-Sektor, wie auch das erste Promo-Video zeigt:

Einen Kaufpreis hat Kitty Hawk für den Flyer noch nicht bekannt gegeben. Lediglich sollen Vorbesteller, die jetzt 100 Dollar für eine dreijährige Mitgliedschaft der Firmencommunity anzahlen, später einen 2000-Dollar-Preisnachlass erhalten. Für Mitglieder soll es exklusive Einblicke in die Entwicklungsarbeit geben sowie das vage Versprechen auf die Mitgliedschaft in einer Community von Gleichgesinnten.

Wenn es um fliegende Autos geht, die schon seit Jahrzehnten immer nur einen Steinwurf in der Zukunft zu liegen scheinen, scheint derzeit einiges in Bewegung zu geraten: Airbus will noch in diesem Jahr ein Testgerät starten, der chinesische Drohnenhersteller Ehang plant erste Tests in den USA und das Münchener Startup Lilium hat gerade seinen ersten erfolgreichen Testflug hingelegt. Die potenzielle Konkurrenz wächst also — noch lange bevor Probleme wie die Rechts- und Sicherheitslage für persönliche Fluggeräte im urbanen Raum überhaupt politisch angegangen werden

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