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Urlaub im Weltraum: Blue Origin will ab 2019 Tickets verkaufen

WIRED Staff 26.06.2018 Lesezeit 2 Min

Schon im kommenden Jahr will das Unternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos erste Flugtickets an Weltraumtouristen verkaufen – zumindest für einen kleinen Hopser ins erdnahe All. Wann genau die Flüge stattfinden, ist aber noch genauso unklar wie der Preis. Denn noch muss Blue Origin seine wiederverwertbare Rakete New Shepard verbessern und weiter testen.

Blue Origin will ab 2019 Tickets für die New Shepard in den Vorverkauf bringen. Das verkündete Rob Meyerson, einer der Top-Manager des Raumfahrtunternehmens, jetzt in Washington. Unklar ist allerdings noch, wann die ersten Touristen tatsächlich im Weltall ankommen werden. Denn die Rakete hat erst acht Testflüge hinter sich – und die waren bisher alle unbemannt, also ohne Menschen an Bord. Immerhin: „Schon bald wollen wir die ersten Testpassagiere transportieren“, sagte Meyerson.

Wenn alles klappt, ermöglicht die New Shepard einer kleinen Besatzung von Weltraumtouristen einen kurzen Ausflug in den erdnahen Weltraum. Orbitalgeschwindigkeit erreicht das Raumfahrzeug zwar nicht. Aber für einen kleinen Hopser über die 100-Kilometer-Marke reicht es. Passagiere sollen dabei einige Minuten Schwerelosigkeit erleben können: Astronauten für einen kurzen Moment. Die Rakete besteht aus einer Antriebssektion und einer Kapsel für die Passagiere. Nach dem Start trennen sich diese beiden Segmente und reisen am Ende separat zur Erde zurück: Der Antrieb landet mit seinem Triebwerk, die Kapsel wird von einem Fallschirm ausgebremst.

Von Virgin Galactic gibt es schon Weltraum-Tickets

Blue Origin ist nicht die erste Firma für Weltraumtourismus, die in den Vorverkauf für Tickets startet: Xprize-Gewinner Virgin Galactic tut dies bereits seit 2013, wenngleich auch dort nicht klar ist, wann Flüge stattfinden. Ein berühmter Vorbesteller, Stephen Hawking, ist während der Wartezeit inzwischen verstorben. Virgin Galactic fordert derzeit 250.000 Dollar für einen suborbitalen Weltraumflug. Wie viel dieser bei Blue Origin kosten wird, ist noch unklar — das müsse erst noch ausgerechnet werden, sagte Amazon-Gründer Jeff Bezos.