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Stephen Hawking ist tot

WIRED Staff 14.03.2018 Lesezeit 2 Min

Der wohl bekannteste Wissenschaftler unserer Zeit, Stephen Hawking, ist heute Morgen in seinem Haus im britischen Cambridge gestorben: Hawking war Astrophysiker und Bestseller-Autor und wurde 76 Jahre alt.

Laut einer Mitteilung seiner Familie verstarb der Physiker friedlich in seinem Haus. Bei Laien wurde er vor allem durch sein erstmals 1988 erschienenes Buch Eine kurze Geschichte der Zeit bekannt, das sich weltweit mehr als 20 Millionen Mal verkaufte. In Fachkreisen war er allerdings schon davor eine Koryphäe, deren Forschung in der Astrophysik unter anderem neues Verständnis für Schwarze Löcher und deren Beschaffenheit hervorgebracht hat.

Dass Hawking sein Alter überhaupt erreicht hat, steht gegen die Prognosen seiner Ärzte: Als er im Studium an der unheilbaren Muskel- und Nervenkrankheit ALS erkrankte, prognostizierten ihm diese nur noch wenige Jahre Lebenserwartung. Wenngleich sich Hawkings Zustand langsam immer weiter verschlechterte und er seit den späten 1960er Jahren einen Rollstuhl benötigte und seit den 1980er Jahren nur per Sprachcomputer reden konnte, schritt die Krankheit jedoch deutlich langsamer voran als gewöhnlich. So konnte er der Welt noch sehr viele neue Erkenntnisse bescheren und ein reiches Leben mit zwei Ehen und drei Kindern führen.

In den letzten Jahren hatte Hawking sich einer Reihe von prominenten Wissenschaftlern und Visionären angeschlossen, die Warnungen zu Umweltverschmutzung, unkontrollierbarer Künstlicher Intelligenz und genmanipulierten Viren verfasst hatten. Ähnlich wie Elon Musk sah Hawking eine Kolonisierung des Alls für das langfristige Überleben der Menschheit als notwendig an. Zuletzt hatte er sich für das Projekt Breakthrough Starshot engagiert, das Sonden in unser Nachbarsonnensystem Alpha Centauri entsenden soll.

Hawkings Kinder teilten mit, dass das Erbe ihres Vaters der Menschheit für viele Jahre erhalten bleiben werde und seine Brillanz und sein Humor Menschen weltweit inspiriert hätten. Ein Satz des Forschers sei ihnen dabei im Gedächtnis geblieben: „Es wäre kein sehr schönes Universum, wenn es nicht die Heimat der Menschen wäre, die man liebt.“ Er starb am Geburtstag eines anderen berühmten Physikers — Albert Einstein.