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IBMs Supercomputer Watson wird Concierge in einem Hilton-Hotel

Benedikt Plass-Fleßenkämper 09.03.2016

Die Gäste eines Hilton-Hotels in Virginia werden ab sofort von einem ganz besonderen Concierge begrüßt: Connie ist ein lernfähiger humanoider Roboter, der auf IBMs Künstlicher Intelligenz Watson basiert. Was in den USA noch ungewöhnlich anmutet, ist in Asien längst Alltag.

„Wie kann ich Ihnen helfen? Ich bin Hiltons neuester Concierge“, begrüßt Connie, der neueste Mitarbeiter des Hilton McLean im US-Bundesstaat Virginia, die Gäste an der Rezeption. Das Besondere an dem lediglich gut einen halben Meter großen Angestellten: Er ist ein humanoider Roboter vom Modell Nao der französischen Firma Aldebaran Robotics, der von IBMs KI-Technologie Watson angetrieben wird.

Dank einer Kollaboration zwischen IBM und der berühmten Hotelkette wird der nach Hilton-Gründer Conrad Hilton benannte Roboter derzeit in Virginia als Pilotprojekt getestet.

Connie ist nicht nur in der Lage, gepflegte Konversation mit Menschen zu betreiben, sondern lernt auch kontinuierlich dazu, je öfter er mit den Hotelgästen interagiert. Laut IBM ist es das Ziel, den Hilton-Kunden einen ebenso hilfreichen wie unterhaltsamen Assistenten zur Seite zu stellen und das Reiseererlebnis der Gäste zu verbessern. Sollten die Tests mit Connie erfolgreich verlaufen, könnte der Roboter weltweit in den Hilton-Hotels zum Einsatz kommen.

Dass Roboter im Alltag von Menschen anzutreffen sind, ist längst kein Einzelfall mehr. Vor allem in asiatischen Ländern sind menschlich agierende Roboter populär.

In Südkorea patrouillieren zum Beispiel Robo-Wachen in Gefängnissen, in Japan arbeiten Androiden sogar als Bankangestellte oder Haushaltshilfe.

Und im Sommer 2015 öffnete im Themenpark Huis Ten Bosch in der japanischen Präfektur Nagasaki mit dem Henn-na Hotel das erste Hotel, das fast ausschließlich auf Roboter-Personal setzt – KI-Velociraptor inklusive.