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Apple will Zombies und Hängegleiter in autonome Autos bringen

Michael Förtsch 03.04.2018

Auch Apple arbeitet an selbstfahrenden Autos. Für die Unterhaltung der Passagiere will der iPhone-Konzern in Zukunft auf Virtual-Reality-Videospiele setzen. Die Games sollen dabei die Bewegung des Fahrzeugs ins Spiel integrieren.

Noch sind selbstfahrende Fahrzeuge nicht sicher. Das hat sich erst kürzlich beim tödlichen Unfall mit einem Testfahrzeug von UBER und einem Crash eines Tesla Model X mit eingeschaltetem Autopilotsystem gezeigt. Aber was, wenn die autonomen Fahrzeuge irgendwann wirklich problemfrei
fahren und sich die Passagiere nicht mehr kümmern müssen? Geht es nach Apple, werden sie in Virtual-Reality-Welten abtauchen. Das verspricht zumindest ein Patent, das der iPhone-Konzern bereits vor einem Jahr eingereicht hat. Das soll die Fahrten aber nicht nur unterhaltsamer machen, sondern auch „Probleme mit sich bewegenden Fahrzeugen adressieren“, die unter anderem Reiseübelkeit und Motion Sickness hervorrufen können.

Das Patent beschreibt ein in das Fahrzeug integriertes Virtual-Reality-System. Ein Passagier kann sich hierbei in einen „aktiven Sessel“ setzen und durch eine Virtual-Reality-Brille in speziell zugeschnittene Videospiele einsteigen. Als Beispiele nennt Apple eine Bootstour über einen Fluss, einen Hängegleiterflug oder auch eine Fahrt durch die Zombie-Apokalypse. Über Bewegungs- und Geschwindigkeitssensoren würden diese VR-Erlebnisse dynamisch mit den Bewegungen des autonomen Fahrzeuges synchronisiert. Die Fahrt wird also in den Spielfluss eingewoben. Wenn das echte Fahrzeug an einer roten Ampel hält, würde auch das Panzervehikel in der Zombiewelt halten, weil beispielsweise der Motor streikt und der Spieler sich so lange verteidigen muss, bis die Ampel wieder auf grün schaltet.

Wie das Patent ausführt, sollen sich die Virtual-Reality-Games mit anderen Passagieren gemeinsam durchleben lassen. Zudem würden aber auch seriösere Anwendungen wie virtuelle Geschäftstreffen und Besprechungen möglich sein. Nicht für alle von diesen Anwendungen wäre zwangsweise eine Virtual-Reality-Brille notwendig. Stattdessen ließen sie sich die Erlebnisse stellenweise auch als Augmented-Reality-Erfahrung umsetzen, indem die Spielinhalte auf die Fensterflächen des Fahrzeuges projiziert werden.

Bereits seit mehreren Jahren soll Apple ähnlich UBER und Waymo unter dem Codenamen Project Titan an einem Konzept für selbstfahrende Automobile arbeiten. Schon mehrfach wurden Lexus-SUVs mit entsprechenden Sensoraufbauten gesichtet. 45 der Fahrzeuge sollen derzeit auf kalifornischen Straßen unterwegs sein. Dabei sei die iPhone-Firma zwischenzeitlich von den ambitionierten Plänen abgerückt, gänzlich eigene Fahrzeuge zu bauen. Stattdessen wolle Apple nun mit etablierten Autobauern zusammenarbeiten, um autonome PKW auf die Straßen zu bringen.