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SpaceX: Elon Musk feuert offenbar mehrere Manager des Internetsatelliten-Projekts Starlink

WIRED Staff 02.11.2018 Lesezeit 2 Min

Einem Bericht zufolge entsprach die Leistung einiger Manager von Starlink, dem Sattelitenprojekt von SpaceX, nicht den Vorstellungen von Firmenchef Elon Musk. Er soll mehrere Führungskräfte gefeuert haben, damit doch noch das ehrgeizige Ziel erreicht werden kann, bis Mitte 2019 die erste Serie von Satelliten für weltweites Breitband-Internet ins All zu bringen.

Der Vorfall ereignete sich zwar bereits im Juni, kam aber erst jetzt durch einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters ans Tageslicht. Unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte SpaceX-Mitarbeiter heißt es darin, dass Musk schon eine Stunde nach seiner Ankunft in den Starlink-Büros in Redmond sieben Führungskräfte des Programms feuerte. Offenbar ging ihm die Entwicklung und Erprobung der Satelliten, mit denen die abgelegenen Regionen der Erde aus dem All mit Internet versorgt werden sollen, nicht schnell genug. Im Bericht heißt es nämlich auch, dass schon Mitte 2019 die erste Serie von in den USA hergestellten SpaceX-Satelliten in den Weltraum geschossen werden soll. Ab 2020 sollen Internetverbindungen angeboten werden können.

Den Reuters-Quellen zufolge hat Starlink Schwierigkeiten Mitarbeiter zu finden und zu behalten. Dieses Jahr sollen bereits 50 Mitarbeiter das Unternehmen freiwillig verlassen haben. Insgesamt hat Starlink etwa 300 Angestellte. Als Musk im Jahr 2015 das Projekt ins Leben rief, sprach er davon, dass es innerhalb von drei bis vier Jahren mehrere hundert oder tausend Mitarbeiter haben solle.

Starlink konkurriert mit OneWeb und Telesat

Mit Starlink will sich das Raumfahrtunternehmen SpaceX ein neues Geschäftsfeld erschließen, um mit den Einnahmen Investitionen für Elon Musks ehrgeizige Projekte wie bemannte Flüge zum Mond und zum Mars zu ermöglichen. Doch auch andere Unternehmen arbeiten daran, die Welt aus dem All ans Internet anzuschließen. OneWeb etwa will seine Satteliten schon zwischen Dezember 2018 und Februar 2019 losschicken. Telesat will ab 2022 weltallbasiertes Breitbandinternet anbieten. Immerhin: Erste Testsatelliten von Starlink, die im Februar mit Verspätung gestartet waren, funktionierten laut Angestellten ohne Probleme, berichtet Reuters.