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Elon Musk will auf den Mars umziehen – und warnt vor dem fast sicheren Tod

Michael Förtsch 26.11.2018 Lesezeit 3 Min

Der Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk will nicht nur andere Menschen auf den Mars schicken, sondern auch sich selbst. Jedoch würde das Leben auf dem roten Planeten kein Spaß – und kein Notfallplan für Ultrareiche, die irdischen Zwängen entkommen wollen.

Mittlerweile ist der große Traum von Elon Musk bestens bekannt: Er will Menschen auf den Mars bringen, um die Menschheit zur interplanetaren Spezies zu machen. Die passende Rakete hat Elon Musk mit der Falcon Heavy bereits. Und am Raumschiff, das erst kürzlich von BFR in Starship umgetauft wurde, arbeitet SpaceX gerade. Im Jahre 2022 soll, wenn alles nach Plan geht, der erste unbemannte Flug zum Mars stattfinden. Zwei Jahre später dann eine erste bemannte Mission. Nun hat Elon Musk erklärt, dass er natürlich auch selbst sehr gerne einer der Mars-Siedler wäre – und ziemlich gut weiß, worauf er sich da einlassen würde.

„Ich spreche davon, dorthin umzuziehen,“ sagt Elon Musk der HBO-Nachrichtenseite Axios. Das würde er jedoch nicht tun, um dann auf dem Mars auf der faulen Haut zu liegen oder Mars-Diktator zu werden. Wie alle anderen würde auch er dann „nonstop daran arbeiten, die Basis aufzubauen,“ die er mit der Mars Base Alpha plant. Es gäbe wohl kaum Freizeit. Selbst wenn das Habitat erst einmal stehe, sei der Planet eine der lebensfeindlichsten Umgebungen, die sich ein Mensch vor stellen kann. „Also, es gibt eine große Chance, dass du dort stirbst,“ sagt Musk. „Wir glauben zwar, dass du zurückkommen kannst, aber wir sind nicht wirklich sicher.“

Ein teurer Trip in den sicheren Tod?

Selbst wenn ihm manche das unterstellen würden, sei der Mars derzeit kein „Notausstieg für reiche Leute“ wie ihn, sagte Musk. Er könne sich zwar vorstellen, dass Tickets zum Mars „für einige Hunderttausend Dollar“ angeboten werden. Aber die Werbeanzeigen für einen solchen Trip würden wohl denen gleichen, die Ernest Shackleton einst für seine Antarktisexpedition verbreiten ließ: Die warben um Männer, die sich auf ein Abenteuer in bitterer Kälte, Monate voller Dunkelheit, konstanter Gefahr und unsicherer Rückkehr einlassen wollen. „Es wird schwierig,“ sagt Musk daher. „Die Möglichkeit, zu sterben, ist hoch.“

Dennoch glaubt Elon Musk, dass er in Zukunft bei dem Flug eines seiner Raumschiffe zum roten Planeten an Bord sein wird. Die Wahrscheinlichkeit liege bei 70 Prozent, das er in vielleicht sieben Jahren startet. Elon Musk hatte in der Vergangenheit mehrfach bekräftigt, dass die Besiedlung des Mars die einzige Chance für die Menschheit wäre, als Spezies zu überleben. Denn zu einfach könnte eine globale Katastrophe oder ein Krieg alle Menschen auslöschen.

Erst kürzlich hatte der Astrophysiker Neil deGrasse Tyson öffentlich bekundet, dass der Tesla- und SpaceX-Chef der Mensch sein könnte, der die Zukunft der Menschheit langfristig am stärksten prägt. „Elon Musk liefert uns nicht einfach die nächste coole App,“ sagte Neil deGrasse Tyson. „Er denkt darüber nach, wie er unsere Zivilisation in das nächste Jahrhundert führen kann. Es hat mit Transport zu tun, mit der Erkundung des Weltraums. Warum? Weil es im Weltraum unbegrenzte Ressourcen gibt – Ressourcen für die wir uns auf der Erde bekriegen.“