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Superchain: Baidu will Bitcoin stromsparend machen

WIRED Staff 04.06.2018 Lesezeit 2 Min

Auf einer Konferenz hat Chinas großer Internetkonzern Baidu ein Blockchain-Protokoll vorgestellt, das die Energieeffizienz von Mining drastisch verbessern soll. Die Technologie soll mit Bitcoin und Ethereum kompatibel sein.

Xiao Wei, der Chefentwickler für Blockchain-Projekte beim chinesischen Suchmaschinen-Anbieter Baidu, hat auf einer lokalen Konferenz eine neue Blockchain vorgestellt. Coin Telegraph berichtet, dass das Protokoll in der Lage sei, Konsens-Mechanismen in die Blockchain zu integrieren oder aus ihr zu entfernen. Gleichzeitig soll dabei das derzeitige Energieproblem von Kryptowährungen gelöst werden. Wei nennt seine neue Technologie Superchain. Mit ihr würde keine neue Kryptowährung gestartet werden, sondern sie wäre mit Bitcoin und Ethereum kompatibel.

Der Energieverbrauch von vor allem Bitcoin gilt als die größte Hürde für den Einsatz von Kryptowährungen als weltweites Zahlungsmittel. Solch ein System würde einen großen Teil der Weltstromproduktion verschlingen. Bereits Ende 2017 verbrauchte Bitcoin mehr Elektrizität als 179 Nationen zusammen. Für Kryptowährungen allgemein hat sich der Energieverbrauch laut einer aktuellen Studie sogar in den letzten sechs Monaten verdoppelt. Wenn es so weitergeht, würden Kryptowährungen bereits 2021 so viel Strom verbrauchen wie die gesamte Erde für alles Andere. Eine Lösung wie die versprochene Superchain wäre also dringend notwendig.

Die chinesische Regierung arbeitet daran, Blockchain-Produkte wie die Superchain von Baidu unter staatliche Aufsicht zu stellen und zu regulieren. Bis zum Ende des Jahres 2019 will sie feste Regeln und Standards vorlegen, um der Kryptobranche eine gewisse Sicherheit zu geben.