/Apple

iOS 11: Das Kontrollzentrum stoppt WLAN und Bluetooth nicht komplett

02.10.2017 Lesezeit 2 Min

Nicht alle Änderungen bei iOS 11 sind erfreulich. Das Kontrollzentrum zum Beispiel schaltet die Funkübertragung beim WLAN oder Bluetooth nicht komplett ab. Die Nutzer müssen sich selbst darum kümmern. 

Eine der größten Änderungen bei Apples iOS 11 ist das Kontrollzentrum. Seit seiner Einführung bei iOS 7 war es ein halbseitiges Bedienungsfeld, von überall mit einem Wisch nach oben zu erreichen. In iOS 11 ist es aber zu einem Vollbild-Interface mit mehr Funktionen geworden.

Man kann individuell eine Taste für Bildschirmaufnahmen, einen Regler für den Stromsparmodus und eine Fernbedienung für das Apple-TV hinzufügen. Diese neuen Funktionen gibt es zusätzlich zu den altbekannten – auch Funktionen wie die Bildschirmhelligkeit und die Lautstärke lassen sich immer noch im Kontrollzentrum regeln.

Zusätzlich zu dem neuen Interface bringt das Kontrollzentrum ein kleines Problem mit: die Regler für Bluetooth und WLAN schalten die Verbindung nicht mehr vollständig aus. Stattdessen weisen sie das Gerät nur an, nicht mehr nach neuen Netzwerken und Geräten zu suchen (es trennt auch die Verbindung zu Kopfhörern und WLAN-Netzwerken, mit denen man verbunden ist), damit Funktionen wie AirDrop, Continuity und Handoff aktiv bleiben.

Das mag wie eine triviale Änderung wirken, ist aber eine Bedrohung für die Sicherheit des Gerätes. Wer Bluetooth die ganze Zeit angeschaltet lässt, macht sich bei jeder Schwachstelle in der Software des Gerätes angreifbar.

Weil das Telefon eines der verwundbarsten Geräte ist, sollte man sichergehen, dass es möglichst gut gesperrt ist. Mit den neuen Änderungen im iOS-Kontrollzentrum bedeutet das, in den Einstellungen WLAN und Bluetooth manuell auszuschalten, um die Funkverbindung komplett abzustellen. Flugmodus funktioniert wie immer als einstufige Möglichkeit, alle drahtlose Kommunikationen zu beenden, inklusive Bluetooth und WLAN.

Das ist zwar lästig. Wenn man sein Telefon aber vor Eindringlingen schützen will, haben ein bisschen Wischen und Tippen noch nie jemandem weh getan.

Dieser Artikel erschien zuerst bei WIRED.com
Das Original lest ihr hier.