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Amazon Alexa soll jetzt im Haushalt helfen

WIRED Staff 24.04.2018 Lesezeit 2 Min

Unter dem Codenamen Vesta soll Amazon derzeit an einem Haushalts-Roboter arbeiten. Der Roboter soll im bekannten Lab 126 entwickelt werden — demselben Labor, aus dem auch Amazons Echo stammt.

Vesta ist in der Mythologie des alten Roms die Hüterin des heiligen Feuers, die Göttin von Heim und Herd. Amazons Roboter-Prototyp gleichen Namens soll laut Bloomberg in der Lage sein, selbstständig von Raum zu Raum zu fahren, um verschiedene Aufgaben in der Wohnung zu übernehmen. Noch in diesem Jahr will Amazon seinen Heimroboter in den Apartments und Häusern seiner Mitarbeitern testen. Ein Markstart wäre vielleicht schon 2019 denkbar.

Die Arbeit an Vesta soll vor mehreren Jahren begonnen haben. Amazon ist dem Bloomberg-Bericht zufolge nun sehr darum bemüht, die Entwicklung zu Ende zu führen. Davon zeugen auch zahlreiche Stellenausschreibungen wie etwa für die Position Robotik-Softwareentwickler. Außerdem soll der Konzern erst vor kurzem Maschinenbauingenieure aus dem Robotik-Fachbereich angeworben haben. Mit der Tochterfirma Amazon Robotics soll das Projekt allerdings nichts zu tun haben.

Ein Roboter mit Alexa-Sprachsteuerung, der im Haushalt eingesetzt werden kann, ist eine schöne Vorstellung. Doch wenn man die bisherige Qualität von Messe-Robotern wie Pepper betrachtet, müsste Vesta ein großes Upgrade darstellen, um tatsächlich der lang erträumten Vision vom Roboter gerecht zu werden, der Menschen die Hausarbeit abnimmt.

Eine Garantie, dass Vesta tatsächlich auf den Markt kommt, gibt es allerdings nicht. Aus dem Lab 126 kommen nämlich nicht nur erfolgreiche Amazon-Produkte, sondern auch etwa das gescheiterte Fire Phone sowie zahlreiche Geräte, die es nie über einen Prototypen hinaus geschafft haben.