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So stellen sich britische Designer Apples iCar vor

Cindy Michel 24.02.2017

Wird es jemals ein selbstfahrendes iCar geben? Ausgehend von immer wieder wechselnden und teils widersprüchlichen Aussagen des Konzerns lässt sich diese Frage noch immer nicht beantworten. Wie das Applemobil aber aussehen könnte, zeigen britische Designer in einer nicht ganz ernst gemeinten Konzeptstudie.

Apple entwickelt ein eigenes Auto – dieses Gerücht verbreitete sich schon 2015. Damit gemeint war das ominöse Project Titan. Insider spekulierten, dass der Konzern ein autonomes Elektroauto entwickeln wollte. Was wie ein potentieller „Tesla-Killer“ klang, wurde aber nichts. Im Oktober 2016 sollen Probleme bei der Fahrzeugherstellung dem Traum vom iCar ein Ende bereitet haben. Seitdem, so hieß es, wolle  sich Apple lediglich auf die Entwicklung von Software für autonome Systeme konzentrieren. Doch dann eine ganz andere Meldung im Dezember 2016. In einem Brief  an die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) bekräftigte Apple die Notwendigkeit von selbstfahrenden Autos. Für den Guardian anscheinend ein klarer Beweis, dass Apple wieder an einem iCar arbeitet – purer Zunder für Spekulationen und Gerüchte. Aber auch für Designer. 


 ​„Als die Gerüchteküche hochkochte, haben unsere Designer angefangen zu spekulieren. Allerdings nicht darüber, ob es jemals ein iCar geben wird oder nicht, sondern wie es aussehen könnte“, sagt Kurt Schleier vom britischen Startup ClickMechanics, das online Automechaniker vermittelt. Auch wenn das Unternehmen weniger mit Design, dafür mehr mit Autos zu tun hat, sorgte die nicht ganz ernst gemeinte Konzeptstudie für Aufsehen. „Da bewegt sich gerade sehr viel“, so Schleier. „Überraschender Weise sind sogar amerikanische Medien auf die Studie aufmerksam geworden.“

Für alle Retro-Fans das iCar Macintosh

Als Inspirationsquelle für die fünf Modelle ihrer Konzeptstudie dienten den britischen Designern ikonische Apple-Produkte – die in den Entwürfen deutlich zu erkennen sind. Das iCar Macintosh etwa, das offensichtlich auf dem Macintosh 128 k basiert, „nimmt diesen beigen, eigenartigen Plastik-Look des Computers auf“, so die Designer. „Auch die große, kantige, kastenartige Form des kultigen Rechners haben wir in dieses Modell integriert, so wird es zum iCar im Retro-Look.“

Kein Beetle, sondern das iCar 3G

Viel runder präsentiert sich das iCar G3. Dieses Modell erinnert aber nicht nur an seinen Formgeber den iMac G3 aus dem Jahr 1998, sondern auch an den VW Beetle. „Die abgerundeten Kanten und die durchsichtige Karosserie über dem Motor soll den G3 als Vehikel interpretieren“, erklären die Designer weiter.

Ein Applemobil für die Industrie: das Power iCar  

Die Oberfläche des Power iCars erinnert stark an das Aluminiumgehäuse des Power Macs G5. „Es ist ein Vehikel, das nach Industrie aussieht: stark und robust“, so Schleier. Viel windschnittiger und eleganter präsentieren sich hingegen die beiden Modelle, deren Formgeber das MacBook Air und das iPhone 7 waren.  

Flugzeug oder selbsfahrendes Auto? Vielleicht könnte das iCar Air ja beides werden

Während die Designer beim iCar Air das namensgebende Element, die Luft, interpretierten und mit Heckflügeln andeuteten,  bleiben sie beim Entwurf für das iCar7 minimalsitisch und clean – eben wie das iPhone 7. 

Clean und minimalsitisch, das iCar7

Auch wenn die Medienaufmerksamkeit groß sei, Apple habe ihn noch nicht kontaktiert, berichtet Kurt Schleier. „Diese Studie haben wir in erster Linie aus Spaß und für uns gemacht, aber wenn Apple möchte, dann können wir gerne zusammenarbeiten.“   

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