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Tesla wird kurzzeitig zum wertvollsten Autohersteller der USA

WIRED Staff 11.04.2017

Was sich bereits abzeichnete und in der letzten Woche zum Überholmanöver gegen Ford steigerte, hat nun kurzzeitig seinen Höhepunkt gefunden: Der E-Auto-Hersteller Tesla hat General Motors (GM) als der wertvollste Automobilkonzern der USA abgelöst – wenn auch nur kurzzeitig.

Der Kurs der Tesla-Aktie durchbrach in den letzten Tagen die 300-Dollar-Grenze und machte das Unternehmen am Montag bei seinem Höchststand von 312,73 Dollar mit etwa 51 Milliarden Dollar zum wertvollsten US-Autobauer. Die Marktkapitalisierung von General Motors betrug zeitgleich mit 50,9 Milliarden, also etwas weniger. Zum Börsenschluss am Montag hatte GM Tesla dann wieder abgelöst. Ford liegt mit knapp 45 Milliarden Dollar vergleichsweise weit abgeschlagen auf dem dritten Platz, nachdem der Konzern bereits in der letzten Woche Tesla Platz Zwei im Autobauerranking überlassen musste.

Die Zahlen der Börse können selbstverständlich nicht die Realität verschleiern, dass GM und Ford nach wie vor die größten Konzerne der Automobilindustrie in den USA darstellen: Allein GM verkaufte im ersten Quartal 2017 so viele Autos wie Tesla im Jahr 2016 zusammen. Mit diesem ersten Überholmanöver zeigt sich aber, dass die Analysten und Investoren das Unternehmen von Elon Musk aktuell als ernsthafte Alternative zu den alteingesessenen Automobilkonzernen wahrnehmen. Dies ist nicht weiter verwunderlich, berichtet die New York Times: Während sich Innovation und Fortschritt bei Ford und General Motors vornehmlich um die Weiterentwicklung ihrer Spitzenmodelle mit Verbrennungsmotoren drehen, bietet Tesla mit seinem alternativen Energiekonzept und autonomer KI-Steuerung eine neue Form der Technologie und Fahrweise.

Die traditionellen Unternehmen der Automobilbranche blicken der Zukunft von Mobilität mehr und mehr ungewiss entgegen. Tesla hingegen kann sich durch den aktuellen (Aktien-)Kurs konzeptionell durchaus bestätigt fühlen. Nicht nur die Weiterentwicklung der Tesla-Fahrzeuge wie Roadster oder Model X sind im vollen Gange: Der Konzern arbeitet zeitgleich auch an der Entwicklung weiterer Energiekonzepte, wie das jüngst vorgestellte Solardach in Zusammenarbeit mit Panasonic zeigt. Die Kombinationsmöglichkeit beider Technologien sollte auf der Hand liegen.

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