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Nintendo verschiebt größere Switch-Spiele auf 2019

WIRED Staff 28.12.2017 Lesezeit 2 Min

Der Markstart von Speicherkarten mit 64 Gigabyte Kapazität für die Nintendo Switch verzögert sich. Entwickler und Spieler müssen somit weiter warten, wenn es um die Portierung von Spielen mit größerem Speicherbedarf auf die Konsole geht.

Nintendo hat mit technischen Problemen zu kämpfen, die den geplanten Verkauf von Speicherkarten mit einer höheren Kapazität ab der zweiten Hälfte 2018 verhindern, schreibt unter anderem Ars Technica. Bislang bietet Nintendo nur Karten mit einer Kapazität von 32 Gigabyte an, welche die Entwickler von Spielen direkt bei dem japanischen Konzern kaufen müssen. Alternativ lassen sich die Titel auch herunterladen — die Konsole selbst hat allerdings nur einen sehr begrenzten internen Speicher.

Für die Switch bedeutet dies, dass eines der größten technischen Limits des Systems länger bestehen bleibt: Die Konsole verfügt über zu wenig Speicher, um größere Spiele zu installieren und abzuspielen. L.A. Noire etwa hat einen Speicherbedarf von 29 Gigabyte — plus 14 Gigabyte an Patches und Zusatzdaten. Das sind mehr als die 26 Gigabyte des internen Speichers der Switch, die für Spiele zur Verfügung stehen. Die Erweiterung des Speicherplatzes per MicroSD-Karte ist dabei ebenfalls keine ideale Lösung für den Kunden, da nicht jede Speicherkarte schnell genug und somit für Spiele geeignet ist.

Damit beginnt das neue Jahr für das Erfolgssystem mit einem Dämpfer. Mit Verkaufszahlen ähnlich der kommerziell äußerst erfolgreichen Wii gilt die Switch als Retter von Nintendos Hardware-Sparte. Diese sicherte sich ihre Position allerdings auch damit, dass sie keine fremden Speicherkarten als Träger für Spiele zulässt. Das Konzept funktionierte schon zu NES-Zeiten. Es stellt Nintendo allerdings nun auch vor das Problem, dass nur der Konzern selbst die Kompatibilität mit größeren Speicherbausteinen gewährleisten kann und muss.