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Äthiopien will eine Agrar-Blockchain starten

WIRED Staff 07.05.2018 Lesezeit 2 Min

Das afrikanische Land Äthiopien will gemeinsam mit dem Startup Cardano erforschen, wie sich die Blockchain im Agrarbereich nutzen lässt. Die dafür notwendige Plattform soll bereits bis zum Jahresende fertig werden.

Charles Hoskinson, der Gründer und CEO des Krypto-Startups Cardano hat angekündigt, in Zukunft mit dem Äthiopischen Staat zusammenzuarbeiten: Laut Cointelegraph gibt es eine Vereinbarung zwischen Cardano und dem Ministerium für Wissenschaft und Technologie, lokale Entwickler für den Einsatz der Blockchain-Technologie im Agrarbereich auszubilden. Ab Ende 2018 sollen die dabei entstehende Agritech-Plattform fertig werden.

Cardano ist als Kryptowährung noch kein Jahr alt und verfügt über ein Marktvolumen von 7,85 Milliarden Euro. Die Blockchain-Technologie dahinter könnte für Äthiopien vor allem deshalb interessant sein, weil sie anders als etwa Bitcoin nicht auf Proof-of-Work basiert, sondern auf Proof-of-Stake. Was bedeutet, dass keine Serverfarmen voll Grafikkarten nötig sind, um die Währung am laufen zu halten. Laut den Entwicklern soll Cardano damit deutlich energieeffizienter und somit auch für den langfristigen Gebrauch besser geeignet sein, als die meisten anderen Blockchains.

Äthiopien und andere Länder Afrikas zeigen sich gegenüber Tech-Startups wie Cardano aufgeschlossen und könnten damit einen entscheidenden Vorsprung beim Einsatz von Zukunftstechnologien bekommen. Ruanda hatte etwa seinen Luftraum bereitwillig an Zipline, einem Startup für Lieferdrohnen geöffnet. Inzwischen bringen die Drohnen lebensrettende Blutkonserven und Medikamente an Orte, die per Bote am Boden nur in Stunden oder Tagen zu erreichen sind. Nach diesem Erfolg expandiert das Unternehmen seinen Dienst jetzt in die USA. Ähnliches könnte dann auch mit einer Agrar-Blockchain gelingen.