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IBM will per Blockchain den CO2-Ausstoß reduzieren

WIRED Staff 20.07.2018 Lesezeit 2 Min

Wenn der Emissionshandel per Krypto-Token stattfindet, kann er besser digitalisiert werden. Darauf setzt zumindest IBM: Das Unternehmen arbeitet gemeinsam mit der Veridium Foundation an Handelsplattformen, mit denen CO2-Zertifikate ebenso über die Stella-Blockchain gehandelt werden können, wie Aktien oder Immobilien.

Noch in diesem Jahr soll es möglich werden, Emissionsgeschäfte über die Blockchain abzuwickeln: Wie Technology Review schreibt, wollen IBM und Veridium gemeinsam ein System in Gang setzen, das den bisherigen Handel mit CO2-Zertifikaten in Sachen Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit übertrifft. Die auf der öffentlichen Stella-Blockchain basierende Anwendung soll dafür sorgen, dass sich Emissionszertifikate selbst durchsetzen.

Bislang war der Handel mit Zertifikaten, die für CO2-Reduktionen sorgen und so den Ausstoß von Unternehmen und Industriezweigen ausgleichen, recht kompliziert: Nicht nur verloren die Zertifikate für die Produktion erneuerbarer Energie mit der Zeit an Wert, es war auch ein langwieriger Prozess, sie überhaupt zu erwerben. Per Blockchain könnte der Handel nicht nur schneller, sondern auch transparenter werden.

Genau dafür sollen die Emissions-Krypto-Tokens von Veridium und IBM künftig sorgen. Bei dem Projekt dabei ist auch Veridiums Schwesterfirma InfiniteEARTH, die bereits jetzt mit Kompensationsmaßnahmen handelt. Verschiedene Drittanbieter werden dabei die Klimaschutzmaßnahmen für die Blockchain nach internationalen Standards verifizieren.

Immer mehr Firmen wollen ihr Geschäft mit der Hilfe von Emissionshandel in eine klimaneutrale Zone bewegen. Wenn etwa Apple behauptet, CO2-neutral zu agieren, heißt das nämlich nicht zwangsweise, dass der Konzern nirgendwo Abgase produziert. Der Konzern kann diese allerdings durch den Kauf von Kompensationszertifikaten ausgleichen, die anderswo für die Förderung erneuerbarer Energie sorgen und so den Planeten insgesamt sauberer machen.