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Die E-Autos von Dyson werden in Singapur gebaut

Michael Förtsch 23.10.2018 Lesezeit 2 Min

Bereits in weniger als zwei Jahren will Dyson sein erstes Elektroauto vorstellen und verkaufen. Entwickelt wird das Fahrzeug in Großbritannien. Aber gebaut werden soll es in Singapur – auch wegen dem perfekten Zugang zu China.

Der sonst vor allem für Staubsauger und Handtrockner bekannte Elektrofabrikant Dyson will zukünftig auch Elektroautos herstellen. Das hatte Gründer James Dyson bereits Ende 2017 angekündigt. Mitte dieses Jahres hat das Unternehmen zudem den ehemaligen Militärflugplatz Hullavington Airfield aufgekauft, um dort für 220 Millionen Euro eine Entwicklungs- und Testanlage aufzubauen. Schon jetzt arbeiten dort rund 450 Mitarbeiter in umgerüsteten Hangarhallen – 2.000 weitere sollen im nächsten Jahr folgen. Unsicher war bisher, wo die entwickelten Fahrzeuge des britischen Unternehmens dann gebaut werden. Das scheint jetzt geklärt.

Wie in einem Aufsichtsratsgespräch von Dyson angekündigt wurde, würde zumindest die erste eigens für die E-Autoproduktion ausgelegte Fabrik in Singapur entstehen. Die Gründe dafür wären die Verfügbarkeit von mit E-Technologie und Fahrzeugsoftware erfahrenen Experten und der durch Freihandelsabkommen sehr gute Zugang zu Wachstumsmärkten wie China. Dazu hat Dyson bereits jetzt drei Niederlassungen in Singapur: Darunter eine Fabrik für bürstenlose Haushaltselektromotoren und ein Forschungs- und Entwicklungslabor, das auch an Künstlicher Intelligenz forscht.

Das erste Dyson-E-Auto soll 2021 kommen

Der Bau der Anlage im Inselstaat soll bereits im Dezember beginnen und um 2020 abgeschlossen sein. Damit wäre Dyson nur knapp hinter dem in 2017 andeuteten Zeitplan. Denn zwar soll das erste Elektroauto der Firma so nicht mehr 2020 aber durchaus noch 2021 angekündigt werden und erscheinen. Wie das ausschauen und was es können wird, darum macht Firmengründer James Dyson bislang ein großes Geheimnis. Angeblich soll es sich beim ersten Dyson-Fahrzeug jedoch um eine Oberklasselimousine oder SUV im Stile eines Tesla Model S oder Jaguar E-Type handeln, das schon einige Nullen auf dem Preisschild tragen wird.

Auf dieses Oberklassefahrzeug sollen dann aber, so Andeutungen des milliardenschweren Firmengründers, zwei günstigere Fahrzeuge für eine breitere Käuferschicht folgen. Wobei Dyson verspricht, dass alle Fahrzeuge im Vergleich zu bisherigen Elektroautos „radikal anders“ ausfallen. Möglicherweise werden die Wagen zudem auch nicht das bekannte Dyson-Logo tragen, sondern unter dem Namen Digital Motor erscheinen. Denn den hat sich Dyson als Marke zur Nutzung im Automobilbereich gesichert.