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Vivos Touchscreen erkennt den Fingerabdruck

WIRED Staff 15.12.2017

Synaptics hat das Problem von Fingerabdrucksensoren im Display gelöst. Jetzt wurde bekannt, dass die Massenproduktion der Technologie bereits läuft. Erster Hersteller eines damit ausgerüsteten Smartphones ist Vivo.

Zunächst hatte Synaptics nur mitgeteilt, mit einem der Top fünf Smartphone-Hersteller zu arbeiten, um seine neuen Fingerabdrucksensoren auf den Markt zu bringen. Der Analyst Patrick Moorhead hat nun ein Vorproduktionsgerät von Vivo ausprobiert und seine Erfahrungen im Netz geteilt, berichtet The Verge. Wie der Experte schreibt, geht die Verifikation des Smartphone-Besitzers damit schneller als mit Apples FaceID.

Smartphones, deren komplette Vorderseite vom Display bedeckt ist, hatten bislang keine Fläche mehr für einen Fingerabdrucksensor. Apple wechselte mit dem iPhone X deshalb von der biometrischen Sicherung des Geräts zur FaceID-Kamera, während andere Hersteller den Fingerabdrucksensor auf der Rückseite ihrer Geräte einbauen.

Für Synaptics ist die Marktfertigkeit der neuen Sensoren ein Sieg über den Konkurrenten Qualcomm, der ebenfalls an derartiger Technologie arbeitet. Tatsächlich hatte Vivo auch davon Muster bezogen und diese in erste Prototypen verbaut. Das Unternehmen war allerdings mit der Geschwindigkeit der Fingerabdruckleser unzufrieden. Nun liefert Synaptics die entsprechenden Komponenten.

Apple scheint sich vom Fingerabdruck zur Nutzerverifikation endgültig verabschiedet zu haben: Erst in dieser Woche hatte der Konzern im großen Stil in seinen Hersteller von Oberflächenemittern investiert — dessen Technologie ermöglicht die für FaceID nötige Sensorik. Damit lassen sich allerdings auch weitere Funktionen in Smartphones nutzen, etwa das Mapping von Objekten für Augmented Reality. Fingerabdrucksensoren hinter dem Display beherrschen nur eine Funktion, diese aber schnell und gut — und stehen dem Design von Smartphones nun weniger im Weg.