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SpaceX verschiebt seine Mondpläne

WIRED Staff 05.06.2018 Lesezeit 2 Min

Ursprünglich wollte Elon Musk noch 2018 ersten zahlenden Kunden zu einer Rundreise um den Erdtrabanten verhelfen. Offenbar ist die Dragon-2-Raumkapsel aber noch nicht so weit. Daher wird der ehrgeizige Plan verschoben.

Der Zeitplan war wohl auch einfach zu ambitioniert. Im vergangen Jahr hatte Elon Musk angekündigt, bereits 2018 zwei Touristen auf eine Rundreise um den Mond zu schicken. Aber nun wird der Starttermin nach hinten verschoben. Grund sind offenbar Probleme mit der Raumkapsel Dragon 2. Die hat zwar bereits Test- und Probeläufe hinter sich aber der erste Flug mit menschlichen Passagieren könnte wohl frühstens mit der Mission SpX-DM2 im Dezember starten. Auch ist der Falcon-Heavy-Nachfolger BFR, der für die Mond-Mission genutzt werden soll, erst seit März überhaupt in der Produktion. Ein Jungfernflug wird nicht vor Beginn des neuen Jahres stattfinden.

Eine offizielle Erklärung für die Verzögerung gab SpaceX bisher nicht ab. Stattdessen erklärte das von Elon Musk gegründete Unternehmen lediglich, dass sich an den grundsätzlichen Plänen für den Touristentrip zum Erdtrabanten nichts geändert habe. „SpaceX plant weiterhin, Privatpersonen um den Mond zu fliegen und es gibt eine steigende Nachfrage von Kunden“, sagte James Gleeson, ein Sprecher von SpaceX. Alleinig der Zeitraum für den Start habe sich geändert. Statt Ende 2018 würde nun eben Mitte bis Ende 2019 angepeilt.

Die Vorbereitungen für die rund einwöchige Reise der zwei Touristen sollen bereits getroffen worden sein. Die nötigen Gesundheitschecks und das Training für den Raumflug hätten aber noch nicht begonnen. Wer die beiden Privatleute sind, das ist bisher noch geheim. Jedoch wird spekuliert, dass es sich dabei um den Terminator- und Avatar-Regisseur James Cameron, Google-Gründer Sergey Brin und auch Richard Branson, den Gründer Virgin Galactic handeln könnte, der Passagiere lediglich an die Grenze zum Weltraum transportieren will.

Wer die beiden Raumtouristen auch sein mögen, sie sollen eine „signifikante Anzahlung“ geleistet haben. Das hat das private Raumfahrtunternehmen auch nötig. Denn momentan hadert es mit einigen finanziellen Engpässen. Die Nachfrage nach der Schwerlastrakete Falcon Heavy ist nicht so groß wie einst erhofft. Zahlreiche Mittel fließen in die Forschung und Entwicklung der BFR, die nicht nur zum Mond, sondern auch zum Mars und rund um die Erde fliegen soll. Hoffnung bietet jedoch die Falcon 9. Alleine in diesem Jahr soll sie zwischen 20 und 40 Mal ins All geschossen werden.