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Für diese 3D-Erfahrung braucht ihr keine nervigen Brillen mehr

Moritz Geier 08.10.2015

Forscher haben den Prototyp eines neuartigen 3D-Bildschirms vorgestellt, für den keine 3D-Brille notwendig ist. Jeder 3D-Pixel besteht hier aus einem Laserstrahl und einem bewegbaren Spiegel. Die Technologie ermöglicht es, 3D-Filme in riesigem Format unter freiem Himmel zu schauen.

Oculus Rift, Holo Lens und Holodecks: In kaum einem Bereich stehen so viele Innovationen vor dem Durchbruch wie in der 3D-Technik. Jetzt reiht sich der nächste Fortschritt in die Warteschlange ein: Forscher haben eine Technologie entwickelt, die eine 3D-Anzeige ohne spezielle Brille ermöglicht.

„Unsere Technologie ist marktreif und wir sind derzeit weltweit auf der Suche nach Partnern für die Massenproduktion“, sagt Franz Fidler, der technische Direktor von TriLite Technologies, in einer Pressemitteilung. Sein Unternehmen hat die Technologie zusammen mit Wissenschaftlern der TU Wien entwickelt. Der größte Vorteil ihrer Erfindung: Die Bildschirmtechnik macht es möglich, 3D-Filme in riesigem Format unter freiem Himmel zu zeigen. Zuschauer benötigen dabei keine spezielle Brille, um das Erlebnis voll auszukosten.

Wie das funktioniert, erklären die Entwickler so: Jedes einzelne 3D-Pixel des Bildschirms bestehe aus einem Laser und einem beweglichen Spiegel, der die Lichtstrahlen kontinuierlich über das komplette Sichtfeld lenke. „Währenddessen kann der Bildinhalt laufend verändert werden. Mit diesem Ansatz kann man dem linken Auge ein anderes Bild anzeigen als dem rechten, wodurch ein 3D-Effekt entsteht.“

Einen ersten Prototyp hat TriLite Technologies gemeinsam mit der TU Wien schon vor ein paar Monaten vorgestellt. Der zweite, nun präsentierte sei deutlich verbessert und leistungsstärker, versichern die Entwickler. Um etwa den Schritt zum Farbdisplay zu vollziehen, mussten sie in jeden einzelnen 3D-Pixel drei Laser für die Farben Rot, Grün und Blau einbauen. Eine spezielle Software ermöglicht die Anzeige von Filmen. „Man kann einen handelsüblichen Datenträger eines 3D-Films einlegen und auf unserem Display abspielen“, sagt Jörg Reitterer, Mitarbeiter von TriLite und Doktorand an der TU Wien.

Er und seine Kollegen verweisen auf eine Szene aus dem Film „Zurück in die Zukunft 2“ aus dem Jahr 1989. Sie helfe dabei, sich vorzustellen, welche Möglichkeiten die Technologie eröffne. In besagter Szene schießt ein dreidimensionaler Haifisch aus einem kolossalen Display über einem Kino auf die Hauptperson zu. „Heute ist eine solche Technologie in Griffweite“, versprechen die Entwickler. 

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