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Ein fehlendes Zertifikat legt Oculus-VR-Headsets lahm

WIRED Staff 08.03.2018 Lesezeit 2 Min

Oculus-VR-Headsets sind temporär unbrauchbar. Der zu Facebook gehörende Hersteller Oculus VR hat offenbar versäumt, ein Sicherheitszertifikat zu verlängern. Seit gestern Abend können die Besitzer der Geräte nicht mehr durch virtuelle Welten streifen.

In den ersten Stunden suchten die Anwender vergeblich nach einem Grund für den plötzlichen globalen Ausfall. Dann bestätigte das Unternehmen, dass ein abgelaufenes Zertifikat für die Bibliothek OculusAppFramework.dll für den Fehler verantwortlich sei.

TechCrunch berichtet, dass erste Nutzer ihre Rift wieder zum Laufen gebracht haben, indem sie ihre Systemuhr verstellten — das ist jedoch eine schlechte Lösung, die zu weiteren Problemen führen kann. Startet ein Oculus-Rift-Besitzer sein VR-Headset am PC, erscheint ein Error-Fenster mit dem Hinweis „Can't Reach Oculus Runtime Services“. Oculus-Mitgründer Nate Mitchell schrieb auf Twitter: „Wir sind uns des Problems, das die Rift auf dem PC betrifft, bewusst und wir arbeiten an einer Lösung. Bleibt dran.“

Die Diskussion im Support-Forum erstreckt sich derzeit über 55 Seiten. Einige Nutzer kündigten bereits an, aufgrund des massiven Fehlers das VR-System von Oculus nicht länger nutzen zu wollen. Facebook hatte Oculus VR im März 2014 für 400 Millionen US-Dollar in Bar und 1,6 Milliarden US-Dollar in Facebook-Aktien übernommen. Ende des vergangenen Jahres stellte das Unternehmen auf der Entwicklerkonferenz Oculus Connect 4 die besonders günstige Oculus Go vor.

Nachtrag vom 8. März 2018, 11 Uhr

Oculus VR hat mittlerweile einen Patch für seine Brille zur Verfügung gestellt, der das Problem beheben soll. Nutzer können das Update hier herunterladen.