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Boston weitet Tests mit autonomen Fahrzeugen aus

WIRED Staff 22.06.2018 Lesezeit 2 Min

Das Start-up nuTonomy durfte bislang in einigen Arealen von Boston seine Testfahrten mit autonomen Fahrzeugen durchführen. Jetzt dürfen sie die ganze Stadt samt Umgebung befahren.

Bereits seit Januar 2017 kurvten mehrere Renault Zoe durch den Raymond L. Flynn Marine Park von Boston. Das Start-up nuTonomy hatte sie als autonome PKW umgerüstet, die selbst ihren Weg über die Straßen und durch den Verkehr finden sollen. Später kam ein Testareal im Seaport District hinzu und vor nicht allzu langer Zeit schlossen sich nuTonomy und der Fahrdienstanbieter Lyft für ein Pilotprojekt zusammen, um auch erste Passagiere in den scharf begrenzten Testgebieten zu befördern.

Nun sollen, wie die Kollegen von WIRED US berichten, endlich auch umfassende Probefahrten möglich werden – nicht nur in der Stadt Boston, sondern dem Raum von Greater Boston mit seinen zahlreichen Vororten. Bostons Bürgermeister Martin Walsh äußerte sich in einer Erklärung zu den neuen Probefahrten in seiner Stadt: „Autonome Fahrzeuge mit Vorsicht und Methodik zu erproben, ist ein weiterer Schritt, der uns hilft, die Vision einer neuen Mobilität zu ermöglichen.“ Tatsächlich sind autonome Fahrzeuge ein wichtiger Aspekt der Go Boston 2030 getauften Verkehrsinitiative, die neue und zukunftsträchtige Mobilitätsmethoden in die Region holen soll.

Zunächst sollen fünf der autonomen Wagen von nuTonomy umher streunen, um die Nachbarschaften von Avon, Belmont, Brookline und auch Cambridge zu erforschen. Die Verantwortlichen machen sich mit diesem Schritt nicht bei allen Bürgern beliebt. So einige US-Bürger begegnen autonomen Fahrzeugen mit größerer Skepsis, nachdem ein Testfahrzeug von UBER bei einer Nachtfahrt eine Fußgängerin erfasst und getötet hatte. Dem Unternehmen wurde anschließend die Erlaubnis für weitere Tests entzogen.