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Der Ford-CEO prognostiziert: In vier Jahren haben wir komplett autonome Autos

Benedikt Plass-Fleßenkämper 19.11.2015

Wann kommen die ersten wirklich selbstfahrenden Autos? Und welche Probleme gibt es bei ihrer Entwicklung? Ford-Boss Mark Fields analysiert den Status Quo und gibt auf einem Presse-Event in San Francisco Einblicke in die Forschungsbereiche seines Unternehmens.

Ford-CEO Mark Fields hat bei einer Presseveranstaltung in San Francisco über die Zukunft der Automobilbranche und die Pläne seiner Firma gesprochen. „Wir müssen ganz klar in unser Kerngeschäft, also in das Verkaufen von Autos und Trucks, investieren“, erklärte der seit 2014 bei Ford tätige Top-Manager. „Aber wir sind ein Unternehmen, das sich auf Mobilität spezialisiert hat, und entsprechend müssen wir auch Innovationen, mutige Ideen und schnelle Entwicklungen fördern.“

Ein wichtiges Forschungsfeld für Ford sei deswegen der Markt der selbstfahrenden Autos. Laut Fields werden durch Software kontrollierte, komplett autonome Fahrzeuge schon in vier Jahren möglich sein.

Das ist eine überraschend konkrete Prognose. Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel sagte erst kürzlich, dass „automatisiertes Fahren bis zum Jahr 2020 nur mit hochpräzisen Karten möglich sein wird“. Tesla-Gründer Elon Musk glaubt zwar, dass die die Technologie bereits in zwei bis drei Jahren zur Verfügung stehen wird. Allerdings erwartet er, dass die für autonome Autos notwendigen Gesetzesänderungen bis zu fünf weitere Jahre in Anspruch nehmen werden. Und selbst besonders progressive Unternehmen wie Google und Apple peilen für ihre autonomen Fahrzeuge eher 2020 als Start an.

Auch Mark Fields bezeichnet die aktuelle Gesetzeslage als Hindernis, geht aber davon aus, „dass die Technologie den Weg weisen wird“.

Für die Zukunft sieht er große Veränderungen im Automobilsektor. Der Trend gehe weg vom Besitz eines eigenen Fahrzeugs, stattdessen drehe sich alles zunehmend um die Verfügbarkeit von Autos. So beeinflusse etwa auch der Trend zu autofreien Innenstädten, wie in der norwegischen Hauptstadt Oslo, die Planungen des Unternehmens.

Ford testet seine selbstfahrenden Autos derzeit in MCity, einer 13 Hektar großen Anlage der Universität Michigan. Testfahrzeuge können dort über ein- und zweispurige Straßen, durch Tunnel, Kreisel oder Auffahrtrampen fahren. Zudem stehen in der simulierten Stadt mit Asphalt, Pflaster, Erdboden und Betonflächen verschiedene Test-Straßenbeläge zur Verfügung. 

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