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Instagram bekommt Live-Videos, die sich nach dem Abspielen selbst löschen

Amelia Heathman 21.11.2016

Instagram bekommt eine Live-Streaming-Funktion, die sich in einem entscheidenden Punkt von denen bei Facebook und Twitter unterscheidet. Die Neuerung wird ab sofort getestet und in den kommenden Monaten für alle Nutzer ausgerollt.

Als Instagram im August Stories launchte, wiesen viele auf die Ähnlichkeiten zu Snapchat mit seinen visuellen Tagebüchern mit Selbstzerstörungsfunktion hin. Für ihr neuestes Update bedient sich die App nun bei ihrer Mutterfirma Facebook sowie Twitter und führt Live-Video-Streaming in Stories ein.

Anders als bei Facebook können die Videos allerdings nicht gespeichert oder mit Freunden geteilt werden, nachdem der Stream zu Ende ist. Stattdessen verschwinden sie, sobald die Übertragung endet, ganz im Geiste der Stories, die sich nach 24 Stunden von selbst löschen.

Anfang des Monats hatte Instagram CEO Kevin Systrom gegenüber WIRED bereits angedeutet, das Live-Streaming etwas sei, in das sein Unternehmen in Zukunft verstärkt investieren könnte. „Wenn ich mir die Tech-Welt anschaue, sehe ich interessante Entwicklungen bei Formaten, die uns wichtig sind: Video und Foto“, sagte Systrom.

Die Live-Video-Funktion wird ab heute über alle Plattformen und Geräte hinweg getestet und in den kommenden Monaten an die 500 Millionen monatlichen User von Instagram ausgerollt.

Video wird für Instagram immer wichtiger. Nach dem Launch der Mini-Videoapp Boomerang im Jahr 2015 hat die Plattform die maximale Länge der Clips auf 60 Sekunden erhöht und eine Zoom-Funktion für Fotos und Videos eingeführt. Eine Richtung, die das Unternehmen laut Systrom weiter verfolgen will.

„Nichts ärgert mich mehr, als wenn Leute uns ‚Foto-Sharing-App‘ nennen, weil mit Video heute so viel mehr möglich ist“, sagt Kevin Systrom.

Neben Stories bekommt auch Instagram Direct ein Upgrade. Man kann jetzt Stories in Direktnachrichten an Freunde verschicken, eigene und die von anderen. Die 300 Millionen monatlichen User von Instagram Direct können das Feature ab sofort nutzen. Einfach nur die App updaten.

Dieser Artikel erschien zuerst bei WIRED UK.

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