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Hyundai stellt Streckenrekord autonomer Autos auf

WIRED Staff 05.02.2018 Lesezeit 2 Min

Fünf selbstfahrende Autos von Hyundai sind die Strecke von Seoul zum Austragungsort der Olympischen Spiele vollständig autonom über die Autobahn gefahren. Laut Hersteller ist noch nie ein autonomes Fahrzeug über so lange Strecken so schnell gewesen. Neben der Steuerung nutzte der Konzern in den Wasserstoffautos allerdings noch weitere Technologien, die er mit der Fahrt demonstrierte.

190 Kilometer Autobahn liegen zwischen der koreanischen Hauptstadt Seoul und Pyeongchang, wo in dieser Woche die Olympischen Winterspiele 2018 eröffnet werden. Eine Kolonne von fünf Fahrzeugen des koreanischen Herstellers Hyundai hat diese Strecke ohne Fahrer zurückgelegt und damit den neuen Rekord im Autonomie-Level 4 bei Geschwindigkeiten von etwa 100 Kilometern pro Stunde aufgestellt, berichtet unter anderem Engadget. Drei der Fahrzeuge waren Hyundai Nexos, zwei waren Genesys G80s.

Die fünf an der Aktion beteiligten Autos waren nicht nur autonom unterwegs, sondern liefen auch mit Wasserstoff und Brennstoffzellen. Daneben hatten die Fahrzeuge noch 5G-Datenverbindungen über das Mobilfunknetz, mit denen die Fahrgäste unterwegs Unterhaltungsmedien, Smart-Home-Steuerung und Videoanrufe nutzen konnten. Dennoch will Hyundai den Autonomie-Level 4 in kommerziellen Fahrzeugen erst ab 2021 anbieten — und volle Autonomie der Stufe 5 ab 2030.

Genau wie Toyota setzt auch Hyundai auf Brennstoffzellen in Elektroautos, da sie mehr Reichweite bieten und sich schneller auftanken lassen. Die Fahrt nach Pyeongchang stellt dabei nur einen weiteren Schritt bei der Entwicklung autonomer Fahrzeuge in Südkorea dar: Die im Herbst 2017 eröffnete K-City, ein riesiges Testgelände für selbstfahrende Autos war der vorige Schritt auf dem Weg zur Marktreife der Technologie. Nun öffnet Hyundai die Veranstaltung, auf der Menschen zu Höchstleistungen ansetzen, mit einer technischen Höchstleistung.