/KI

DeepMind soll helfen, Leben zu retten

Cindy Michel 26.02.2016 Lesezeit 2 Min

DeepMind engagiert sich jetzt auch im Gesundheitswesen: Google’s Profis für Künstliche Intelligenz (KI) haben angekündigt, eine ganze Reihe von Tools zu kreieren, die Klinikpersonal bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen sollen. Den Beginn der Initiative markiert die iPhone-App „Streams“. Sie soll Patienten mit einem hohen Risiko für Nierenversagen identifizieren – und die Info dann schnellstens weiterleiten.    

„Wir haben DeepMind gegründet, um Intelligenz zu erforschen und sie anzuwenden. Mit ihr wollen wir Technologien entwickeln, um gesellschaftliche Probleme anzupacken“, so die Entwickler von DeepMind. „Da war es für uns nur logisch, unseren Fokus auf das Gesundheitswesen zu legen.“ Das tun die KI-Spezialisten auch, allerdings erst einmal auf das britische Gesundheitssystem. Mit ihrer technischen Expertise will das Google-Unternehmen Klinikpersonal unterstützen und gemeinsam mit Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern neue Technologien entwickeln. 

Den Anfang macht die iPhone-App „Streams“, die das Klinikpersonal über akute Risiken bei Patienten informieren soll. Aktuell konzentriert sich die App in der Testphase vor allem auf Nierenversagen bei Patienten und scheint erfolgreich: „Sobald die Blutergebnisse von gefährdeten Patienten reinkamen, konnte ich sie binnen Sekunden mit der App abrufen und mit ihrer Hilfe akute Fälle identifizieren“, berichtet Chris Laing vom Royal Free Hospital in London. Der Nierenfacharzt unterstützte DeepMind bei der Entwicklung der App.

In einem nächsten Schritt sollen Features integriert werden, die Patientenneuzugänge organisieren und vor allem priorisieren. Die grundlegende Technik dafür soll von der bereits bestehenden App „Hark“ für medizinisches Management kommen. Denn das „Hark“-Team wird in Zukunft mit DeepMind zusammenarbeiten.


Die Initiative DeepMind Health sowie die App „Streams“ kommt erst einmal ganz ohne KI, Deep Learning oder künstliche neuronale Netzwerke aus. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden: „Noch ist es zu früh, um zu sagen, wo man KI anwenden könnte“, schreibt das Unternehmen, „aber das wird sicherlich ein Thema in der Zukunft.“