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Google-Mitbegründer ruft zur Vorsicht bei KI-Entwicklung auf

WIRED Staff 30.04.2018 Lesezeit 2 Min

Sergey Brin schreibt in dem alljährlich erscheinenden Founders Letter, dass die Entwicklung Künstlicher Intelligenz die wichtigste Erfindung sei, die er bislang mitbekommen habe. Allerdings werfe diese auch viele neue Fragen und vor allen Dingen Verantwortungen auf.

Auch bei Google kommt Künstliche Intelligenz in verschiedenen Gebieten zum Einsatz, wie Forbes berichtet: Die autonom fahrenden Waymo-Vehikel etwa verwenden KI-Systeme, um verschiedene Objekte zu erkennen und zu unterscheiden. In den Datenzentren von Google wird die Effizienz der Kühlsysteme durch KI gesteigert, Google Translate kann über 100 verschiedene Sprachen übersetzen.

Brin, der Präsident von der Google-Mutterfirma Alphabet, sieht allerdings auch viele Fragen, die noch geklärt werden müssen. Diese legte er in dem sogenannten Founders Letter dar, den ein Google-Gründer jedes Jahr nach der ersten Geschäftszahlen veröffentlicht. Laut Brin muss beispielsweise überlegt werden, inwiefern der Einsatz von KIs Arbeitsplätze gefährdet. Ebenso unklar ist, wie eine KI bei der Urteilsfindung auf Fairness achtet oder was solche Werte für eine KI bedeutet. Weiterhin sei auch unklar, inwiefern eine KI Menschen manipulieren könnte oder ob ein Einsatz von ihnen als „sicher“ einzuschätzen sei.

Allerdings fügte Brin auch hinzu, dass sich sein Unternehmen mit der Lösung solcher Fragen beschäftige. Dabei gehe es nicht nur um die Lösung zeitnaher Probleme wie die Leistung selbstfahrender Autos zu optimieren, sondern auch um futuristische Fragestellungen wie etwa das Empfindungsvermögen einer KI zu diskutieren.

Alphabet hat eine ganze Reihe von KI-Forschungsgruppen und ist Mitglied verschiedener Konsortien. Allerdings geht der Konzern dabei nicht immer transparent vor. Im Rahmen der DeepMind-KI wurde eine eigene „Ethics and Society“-Research Unit gegründet, die die KI auch in anderen Bereichen austestet. Wer jedoch Teil dieses Boards ist oder woran sie im Detail arbeiten, bleibt unklar. Dabei ist gerade Transparenz ein wichtiger Faktor, wenn es um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz geht.