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Augmented Reality: Google macht Schluss mit Tango

WIRED Staff 18.12.2017

Google stellt den Support für Project Tango ein. Die Technologie-Plattform konnte sich auf dem Markt nicht durchsetzen — Augmented Reality aus dem Alphabet-Konzern kommt künftig in Form von ARcore, das ohne spezielle Kamera-Hardware am Smartphone auskommt.

Mit Tango endet laut Business Insider Googles erstes größeres Projekt, das Augmented Reality massentauglich machen sollte: Mit spezialisierter Kamerahardware konnten Smartphones genutzt werden, um Inhalte in Livevideos zu projizieren — vom digitalen Zollstock über Videospiele im eigenen Wohnzimmer bis hin zur Linie auf dem Boden, um sich in Gebäuden besser zurechtzufinden.

Project Tango, später nur noch Tango genannt, wurde 2012 gegründet und hatte 2014 ein Kameradesign für Smartphones hervorgebracht. Es sollte zeigen, was mit der entsprechenden Technologie möglich ist. Das teure Design wurde allerdings nur von wenigen Herstellern übernommen und fand auch softwareseitig nicht viele Entwickler, somit existieren nur wenige Apps, die Tango unterstützen.

Das Support-Ende für Geräte mit Tango tritt am 1. März 2018 in Kraft. Sonderlich viele Nutzer dürften davon allerdings nicht betroffen sein: Lediglich das Lenovo Phab2 Pro aus dem Jahr 2016 und das Asus ZenFone AR aus dem Jahr 2017 halten die dafür notwendige Technologie bereit.

Mit ARcore hat Google bereits ein Ersatzprojekt in Sachen Augmented Reality auf den Markt. Es arbeitet mit herkömmlichen Smartphone-Kameras und ist aktuell auf Googles eigenem Pixel 2 sowie dem Samsung Galaxy S8 verfügbar. Die Technik zeigt bereits jetzt beeindruckende Fähigkeiten, wenn die verbaute Hardware leistungsfähig genug ist. Künftig dürften mehr Geräte die Technik unterstützen — Spielereien wie Star-Wars-Charaktere in eigenen Videos unterzubringen werden dann mehr Nutzern zugänglich.