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Sieben deutsche Unis forschen an selbstfahrenden Autos

WIRED Staff 09.03.2018 Lesezeit 2 Min

In einem hochschulübergreifenden Projekt namens UNICARagil wollen sieben deutsche Unis zusammen eine Technologie-Plattform für selbstfahrende Autos entwickeln. Gestartet wurde die Initiative von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, die auch den Streetscooter der Deutschen Post entwickelt hat.

UNICARagil wird vom Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen koordiniert und soll sich vor allem mit der Elektronik von selbstfahrenden Autos und deren Entwicklung befassen: Ein Lenkrad gibt es nicht, dafür aber einen Computer und vernetzte Sensoren. Diese sollen sich sowohl im Fahrzeug als auch an der Straße und bei anderen Verkehrsteilnehmern befinden. So sieht laut Pressemitteilung die Zielsetzung des Projekts aus.

Im Verbund wollen die RWTH Aachen, die TUs Braunschweig, Darmstadt und München sowie die Universitäten Stuttgart und Ulm und das Karlsruher Institut für Technologie gemeinsam mit gewerblichen Partnern ihre Fahrzeugplattform entwickeln. Das Auto soll dabei von Grund auf neu gedacht werden: Altbewährte Konzepte und die Weiterentwicklung in kleinen Schritten werden laut den Organisatoren des Projekts nicht ausreichen, um autonome Fahrzeuge zu erschaffen.

Die aus UNICARagil entstehende Plattform soll modular anpassbar sein, so dass sie für verschiedenste Zwecke eingesetzt werden kann. Ein Einsatz als Frachttransporter wird damit ebenso geplant wie der klassische Personentransport. Die Vernetzung von Sensoren im Fahrzeug mit Daten zum Beispiel aus Drohnen soll den Rahmen stellen, im Kleinen sollen die Autos äußerst präzise Steuersoftware erhalten. Lenkung, Antrieb und Verzögerung einzelner Räder sollen für neue Bewegungsformen und mehr Effizienz sorgen.

Die RWTH Aachen hat nicht nur bei der Entwicklung des Streetscooters der Post mitgewirkt, sondern auch das elektrische Stadtauto e.Go mitentwickelt. Dessen Serienproduktion soll noch in diesem Jahr starten.