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Die schärfsten Katzen-GIFs der Welt

WIRED Staff 14.12.2017 Lesezeit 2 Min

Pixelige GIFs könnten dank einem neuen KI-Algorithmus von Gfycat künftig der Vergangenheit angehören. Die Plattform für Bewegtbilder geht aber noch einen Schritt weiter und lässt lernfähige Systeme künftig prominente Personen vertaggen sowie unlesbare Texte und Untertitel nachbessern.

Die GIF-Plattform Gfycat hat gleich drei Projekte vorgestellt, mit der die animierten Bilder durch Künstliche Intelligenz aufgebessert werden. Wie The Verge schreibt, könnte damit das Zeitalter hochauflösender GIFs anbrechen — selbst wenn das Rohmaterial bestehender Animationen nur in schlechter Qualität vorliegt. Dank cleverer Algorithmen zur Bildbearbeitung will Gfycat zum deutlich größeren Konkurrenten Giphy aufschließen.

Alle drei KI-Projekte sind im Stil von Gfycat nach Katzen benannt. Projekt Angora nimmt sich dabei GIFs vor und durchsucht Online-Videodienste nach dem Quellmaterial. Findet es dieses in höherer Auflösung, erstellt es automatisch eine bessere Version des GIFs. Laut Gfycat hat die KI das bislang rund zwei Millionen mal getan und erschafft jeden Tag 15.000 weitere hochauflösende Ersatzanimationen.

Projekt Maru sorgt für eine gründlichere Vertaggung auf der Plattform: Der Algorithmus erkennt bei unvertaggten GIFs Schauspieler und kann diese dann markieren. Dank neuer, größerer Datenbanken beim Training der KI kann diese nun auch ähnlich aussehende Schauspieler auseinanderhalten, etwa Chris Evans, Chris Hemsworth, Chris Pratt und Chris Pine.

Zuguterletzt erkennt Projekt Felix, ob ein GIF aufgrund seiner Umsetzung mit niedrigaufgelöstem Text in Form von Untertiteln oder Beschriftungen ausgestattet ist. Wenn dies der Fall ist, kann die KI selbst Text erstellen und diesen in höherer Auflösung auf die Animation setzen.

Mit der Nutzung von KI-Algorithmen für eine deutlich verbesserte GIF-Qualität könnte Gfycat eine Revolution auslösen, die mit der YouTube-Unterstützung von 1080p-Videos seit 2009 vergleichbar ist. Das Dateiformat für animierte Bilder ist damit auch nach mehr als 30 Jahren noch längst nicht am Ende.