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Quantencomputer könnten Bitcoin in zehn Jahren knacken

WIRED Staff 06.11.2017 Lesezeit 2 Min

Schon im Jahr 2027 könnte der Lebenszyklus von Bitcoin und ähnlichen Kryptowährungen enden: Forscher sagen voraus, dass mächtige Quantencomputer die verschlüsselte Signatur des HashCash-Algorithmus dann knacken können. Alternative Methoden zur Sicherung von Transaktionen sind allerdings in Arbeit.

Eine Gruppe von Forschern des Zentrums für Quantensoftware und Informationen der Universität Sidney hat ein Paper vorgelegt, aus dem sich der Stichtag für Bitcoins ergibt. Wie IT News schreibt, liegt die Schwachstelle der Kryptowährung bei den Public Key Signatures, mit denen sich der Besitz von Bitcoins nachweisen lässt. Andere Aspekte von Bitcoins, etwa die von Minern benutzten Applikationen oder die Transaktionsverifikation sind allerdings laut den Forschern auch vor schnelleren Quantencomputern noch eine Weile länger sicher.

Abhilfe verschaffen könnte laut den Forschern der Einsatz von Codierungsverfahren, die sich auch von künftigen Quantencomputern nicht in kurzer Zeit brechen lassen. Solche Verfahren existieren derzeit nur als Machbarkeitsstudie und könnten künftig das bei Bitcoin eingesetzte Verschlüsselungsverfahren ersetzen.

Aktuell ist der praktische Einsatz von Quantencomputern nicht erwiesen. Bisherige Prototypen haben nur wenige Qubits und sind eher Testrechner. Sollte sich daraus allerdings ein funktionsfähiger Großrechner entwickeln lassen, kann dieser aufgrund der besonderen Eigenschaften der Prozessstruktur bestimmte Rechenaufgaben deutlich effektiver lösen als ein herkömmlicher Digitalrechner. In diesem Falle müssen nicht nur die Entwickler von Kryptowährung neue Wege einschlagen — ein großer Teil der aktuell eingesetzten Verschlüsselungsverfahren wäre damit nämlich hinfällig.