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Facebooks KI soll erkennen, wie interessant Videos sind

WIRED STAFF 14.04.2016

Auf der Entwicklerkonferenz F8 gab Facebook-CEO Mark Zuckerberg seine weiteren Pläne mit dem Live-Video-Feature bekannt. Eine KI soll in Zukunft Nutzern dabei helfen, ihnen interessante Videoinhalte anzuzeigen.

Mit der Möglichkeit, auch andere Geräte als Tablets und Smartphones für Live-Video-Streams mit Facebook zu nutzen, soll auch die Anzahl von Live-Inhalten im sozialen Netzwerk steigen. Das Medium ist schließlich laut CEO Mark Zuckerberg eine der persönlichsten und ungefiltertsten Inhaltformen. Die Frage, die sich dabei stellt: Wie kommen Nutzer an Videos, die für sie interessant sind?

Joaquin Quinonero Candela, der Leiter von Facebooks Machine Learning-Einheit, hat eine klare Vorstellung davon: Eine künstliche Intelligenz soll helfen, die Inhalte sämtlicher Videos zu erkennen, analysieren und durchsuchbar zu machen. Dies wäre allerdings nur der erste Schritt — irgendwann wäre Facebooks KI dann in der Lage, die interessanten Inhalte zusammenzuschneiden und einen persönlichen Kanal für den Nutzer zu erstellen, so Candela gegenüber Popular Science.

Momentan arbeitet Facebook erstmal noch daran, wie eine KI Objekte in Bildern erkennt. Um Inhalte zu erkennen, gilt es drei Stufen für die künstliche Intelligenz zu meistern: Bei der Klassifizierung muss sie erkenen, was auf dem Bild ist, etwa eine Blume. Die nächste Stufe ist die Segmentation, bei der das Bild in die Einzelteile zerlegt wird: Es gibt eine Blume und ein Fensterbrett. In der letzten Stufe, der semantischen Segmentation, muss die KI die meiste Arbeit leisten und die Elemente in Zusammenhang setzen: Die Blume steht auf dem Fensterbrett. Ein Video hingegen, also die schnelle Abfolge von unzähligen Bildern, erschwert den Prozess noch weiter — und Live-Videos erhöhen den Schwierigkeitsgrad abermals.

Bis also der komplett für den Nutzer generierte Live-Video-Kanal verfügbar ist, wird es noch etwas dauern. Allerdings zeichnen sich künstliche Intelligenzen dadurch aus, dass sie durch ihre Verwendung weiter lernen. Bei Facebook hätte eine KI durch die unzähligen Interessengebiete und die Anzahl der Nutzer ausreichend Möglichkeiten, sich fortzubilden. 

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