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Facebook kennzeichnet jetzt Fake News – und testet den Dislike-Button

WIRED Staff 06.03.2017

Bislang hatte Mark Zuckerberg die Integration eines Dislike-Button in seinem Sozialen Netzwerk ausgeschlossen. Nun hat es der nach unten gerichtete Daumen immerhin testweise in den Messenger von Facebook geschafft — außerdem gibt es neuerdings eine „Fake-News-Kennzeichnung“.

Der  Dislike-Button ist ein Feature, das sich die Facebook-Anwender schon seit den Anfangstagen der Plattform wünschen, um ihre Abneigung zu einem bestimmten Post auszudrücken. CEO Mark Zuckerberg hatte sich stets gegen ein solches Symbol gewehrt. Bei der Einführung der neuen Emojis im vergangenen Jahr sagte er: „Es sollte keinen Wahlmodus zwischen gut und schlecht geben, deshalb bauen wir den Dislike-Button nicht. Das hätte keinen sozialen Wert für unsere Community.“ Jetzt sieht es so aus, als würde sich dieser Grundsatz zumindest in Bezug auf den Messenger ändern.

In der iOS-10-Beta-Version von Facebooks Messenger haben einige Nutzer den nach unten gerichteten Daumen bereits gefunden — das berichtet TechCrunch. Facebook hat den Test neuer „Messenger-Reactions“ bereits bestätigt und die Beweggründe dahinter erläutert: Demnach ginge es dem Unternehmen darum, den Spaß bei der Nutzung des Messengers zu erhöhen und die Zugriffe auf die Anwendung noch einmal zu mehren. In den Chats soll der Dislike-Button außerdem eher eine Option sein, um ein „Nein“ auszudrücken. In Facebooks News-Feed dürfte es der Button aber auch weiterhin nicht schaffen. Sollte der Test positiv verlaufen, könnte der Dislike-Button zusammen mit anderen Emojis bereits in den kommenden Wochen Einzug in die reguläre Messenger-App halten.

Eine Kennzeichnung von Fake-News-Beiträgen wird derzeit ebenfalls getestet: Wie VentureBeat berichtet, lassen sich unglaubwürdig erscheinende Artikel auf Facebook mit einer „disputed“-Markierung versehen. Auf diese Weise wurde beispielsweise vor einem Betrag gewarnt, der behauptete, Präsident Trumps Smartphone sei die Quelle von Online-Leaks. Der Prozess, der zu der Markierung führt, scheint jedoch noch recht langwierig zu sein. Außerdem erhalten auch offensichtliche Satire-Beiträge das Warnsymbol. Hier gibt es also noch Optimierungsbedarf.

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