/3D-Druck

Die weltweit erste Brücke aus dem 3D-Drucker hat einen Vorteil

WIRED Staff 18.10.2017 Lesezeit 1 Min

In den Niederlanden ist die erste Brücke in Betrieb genommen worden, die in einem 3D-Drucker entstanden ist. Sie soll Radfahrern nützen. Was das Bauwerk vor allem von herkömmlichen unterscheidet: Die Brücke benötigt so viel weniger Beton.

Auf den ersten Blick ist die Betonbrücke im niederländischen Gemert unspektakulär: Mit einer Länge von acht Metern überspannt die Brücke einen schmalen Kanal und verbindet zwei Straßen miteinander. Trotzdem ist das unscheinbare Bauwerk einzigartig, wie Theo Salet von der Eindhovener Universität für Technologie betont. Dort ist die Brücke nämlich entstanden – und zwar nahezu komplett in einem 3D-Drucker.

Der Überweg besteht aus rund 800 Lagen verstärktem und vorgespanntem Beton. Entsprechend stabil ist die Konstruktion: In einem Test hielt die Brücke einer Belastung von bis zu zwei Tonnen stand, wie der Guardian schreibt. Da der Überweg vor allem für Fahrradfahrer gedacht ist, sollte es im Alltag daher keine Schwierigkeiten geben.

„Einer der Vorteile, eine Brücke zu drucken, ist, dass viel weniger Beton benötigt wird als bei der herkömmlichen Technik, bei der eine Form gefüllt wird. Ein Drucker bringt den Beton nur dorthin, wo er benötigt wird“, heißt es auf der Homepage des verantwortlichen Unternehmens BAM Infra.