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Der erste Krypto-Bierautomat überprüft das Alter über die Blockchain

WIRED Staff 14.05.2018 Lesezeit 2 Min

Das US-Unternehmen Civic hat auf dem Blockchain-Technologie-Gipfel Consensus 2018 in New York den weltweit ersten Crypto-Bierautomaten vorgestellt. Bevor das Gerät ein Getränk ausgibt, überprüft es mithilfe der Blockchain, ob der potenzielle Käufer bereits alt genug ist.

Es gibt längst Getränkeautomaten, bei denen mit Bitcoin oder anderen Kryptowährungen bezahlt werden kann. Der Blockchain-Bierautomat von Civic kann jedoch mehr, als einfach nur Getränke verkaufen: Er überprüft das Alter der Käufer. Und ist damit eines der ersten Anwendungsbeispiele für die Technologie des Unternehmens. Denn Civic ist darauf spezialisiert, Nutzerdaten mithilfe der Blockchain dezentral zu überprüfen. Für den Bierautomaten arbeitetet das Startup mit Anheuser-Busch InBev zusammen — der größten Brauereigruppe der Welt.

Der Bierautomat soll verdeutlichen, wie alltagstauglich die Blockchain-Technologie sein kann, schreibt Futurism. Wer einen solchen Automaten nutzen möchte, muss lediglich die Civic-App auf seinem Smartphone installieren und eine einmalige Verifikation über den Ausweis vornehmen. Einen Haken gibt es bei der Sache allerdings: Das Ganze kann nur in einem Land funktionieren, deren Regierung willens ist, die nationalen ID-Verifikationsmethoden mit einer Blockchain zu verknüpfen. Das wiederum stellt ganz neue Sicherheitsansprüche an diese Technologie.

Der Crypto-Bierautomat bietet einen neuen Weg, das Alter bei der Ausgabe von Tabakwaren und Alkohol zu kontrollieren. Doch ob in der Praxis dafür wirklich eine Blockchain notwendig ist? Vermutlich eher nicht. Eine ähnliche Alterskontrolle gibt es in Deutschland bereits seit 2016 beim Kauf von Zigaretten. Hier müssen Kundne sich mit einem Ausweis oder eine EC-Karte verifizieren. Ähnliches kann natürlich problemlos auch für Alkoholautomaten genutzt werden.

Noch ist der Automat von Civic ohnehin nur ein Prototyp. Für eine Entwicklung bis hin zur Marktreife und den anschließenden Vertrieb müssten noch Investoren gefunden werden.