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Ein neues Harry-Potter-Kapitel: Traut ihr euch?

WIRED Editorial 13.12.2017 Lesezeit 2 Min

Magische Wesen aufgepasst! Es gibt ein neues Harry Potter-Kapitel – und es kommt nicht von J.K. Rowling.

Irgendwie fand ich den achten Harry-Potter-Band von J.K. Rowling ja schnarchig. The Cursed Child war ein Theater-Stück in der Harry-Potter-Welt, seine Inhalte verkamen zu einem kitschigen Oh-Das kenne ich!-Remix. Das las sich wirklich nicht mehr authentisch, wie eine schlechte Kopie von altem Glanz. „Vielleicht hat es J.K. ja hinter sich. Levicorpus!“, dachte ich mir. Aber! Fellow Witches and Wizards! Die Muggel haben da etwas entwickelt, das die Welt der Magie retten könnte. Sie nennen es einen Roboter.

Ein Kollektiv aus Autoren, Künstlern und Entwicklern mit dem Namen Botnik hat einen Trend in der nichtmagischen Welt aufgegriffen: Sie trainierten eine Künstliche Intelligenz – so etwas wie Tom Riddles Tagebuch, nur mit Strom – mit allen sieben Harry-Potter-Bänden. Die Maschine lernte und fing schließlich an, selbst zu schreiben. Herausgekommen ist das drei Seiten lange Kapitel Harry Potter and the Portrait of What looked like a large Pile of Ash.

Es liest sich, als hätte jemand seinen Spiegel zu oft mit dem Stupor-Spruch angebrüllt, aber hey: Wenn so ein Roboter bald eine junge J.K. Rowling kopieren könnte? Vielsafttrank meets Fanfiction? Das wäre doch klasse! Immerhin finden wir in der aktuellen Geschichte einen Ron, der einen rasenden Stepptanz aufführt und dann versucht, Hermines Eltern aufzufressen. Da kann doch nicht weniger als MI im Spiel gewesen sein: Magische Intelligenz. Wer mitzaubern möchte: Sowohl das Kapitel als auch das Predicitve Text Program zum Schreiben der Potter-Geschichten steht frei auf GitHub zur Verfügung.