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Ein selbstfahrendes Auto von Uber hat eine Fußgängerin getötet

WIRED Staff 20.03.2018 Lesezeit 2 Min

Im US-Bundesstaat Arizona ist erstmals eine Fußgängerin infolge eines Unfalls mit einem selbstfahrenden Auto gestorben. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war das Fahrzeug an der Kollision nicht schuld — dennoch hat Uber vorerst alle Testfahrten gestoppt.

Es ist der erste tödliche Unfall mit einem autonomen Fahrzeug: Eine Fußgängerin schob ein mit Einkäufen beladenes Rad von der schlecht beleuchteten Mittelspur auf die Straße, wo Sie von dem autonomen Fahrzeug erfasst wurde, schreibt Ars Technica. Später erlag sie im Krankenhaus ihren Verletzungen. Das Auto war im Selbstfahr-Modus, hatte aber einen Sicherheitsfahrer an Bord. Letzterer wäre laut Gesetz in Arizona gar nicht notwendig gewesen wäre.

Polizeichefin Sylvia Moir sagte, sie vermute nicht, dass Uber bei diesem Unfall die Schuld trifft. Die Situation sei für menschliche Fahrer ebenso schwer vermeidbar gewesen, da die Fußgängerin schlecht zu sehen war und plötzlich auf die Straße gekommen sei. Allerdings vermeldete die Polizei auch, dass sich das Fahrzeug in einer 35er-Zone mit 38 Meilen pro Stunde bewegt und nicht versucht hatte zu bremsen. Über die Schuldfrage wird die US-Verkehrsbehörde National Transportation Safety Board entscheiden, die bereits Ermittler entsandt hat.

Die Sicherheit selbstfahrender Autos gilt als einer der wichtigsten Faktoren für die Automatisierung des Verkehrs. Um ihren Einsatz zu verantworten, müssen autonome Fahrzeuge also sicherer sein als menschliche Fahrer. Bis zu diesem Todesfall hatten autonome Testautos bei Unfällen nur Blechschaden verursacht. Meist lag dann die Schuld für diese Auffahrunfälle bei den menschlichen Fahrern. Aber auch das Google Car hat bereits einen Crash verursacht, nur eben ohne dass dabei jemand zu schaden kam.

Nun muss Uber klären, ob das Auto mit einer vorsichtigeren Fahrweise oder einem Spurwechsel auf die Frau hätte reagieren müssen, wie es ein menschlicher Autofahrer vermutlich getan hätte. Die Fußgängerin hat das elektrisch angetriebene Fahrzeug vermutlich nicht gehört — ein weiteres Problem moderner E-Autos.