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Dieses smarte Sport-Bike hat so viel Hightech wie ein Auto

Benedikt Plass-Fleßenkämper 26.07.2016

Das vom Startup Volata Cycles aus San Francisco entwickelte Volata Bike ist ein Hightech-Fahrrad, das man im Alltag nutzen können soll. Ganz und gar nicht alltäglich: Allerlei Technik und hochwertige Komponenten, zum Beispiel der im Lenkervorbau integrierte Bordcomputer, ein GPS-basiertes Anti-Diebstahl-System und ein E-Getriebe. Entsprechend soll das Rad was kosten.

Als der italienische Auto-Ingenieur Marco Salivioli vor ein paar Jahren über neue Konzepte auf Basis des Internets der Dinge nachdachte, kam ihm eine Idee, die nur indirekt mit Automobilen zu tun hat. „Ich dachte, es könnte möglich sein, ein Fahrrad zu konzipieren, dass uns näher an die in modernen Autos verbaute Technologie bringt“, sagt er im Interview mit Fast Company.

Gesagt, getan: Salivioli schloss sich mit dem Fahrrad-Designer Mattia De Santis zusammen, gründete mit ihm das heute in San Franciso beheimatete Startup Volata Cycles und entwickelte gemeinsam mit seinem Landsmann ein Sport-Bike, das ab Juni 2017 unter dem Namen Volata Bike in den Handel kommen soll. Die Macher bezeichnen es als „erstes Premium-Hightech-Fahrrad der Welt“, was angesichts der technischen Details und der verbauten Komponenten durchaus nicht übertrieben ist.

Der Bordcomputer des Volata Bikes versorgt den Fahrer mit jeder Menge nützlicher Informationen

So ist in den Lenkervorbau ein leistungsfähiger Computer mit einem 2,4-Zoll-TFT-Display integriert, der mithilfe eines Mini-Joysticks bedient wird. Der Bordcomputer kann unter anderem Fahrdaten wie die aktuelle Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke, Navigationshinweise, Wetterinformationen, die Fahrer-Herzfrequenz oder Smartphone-Nachrichten anzeigen. Zudem ist er mit einer App synchronisierbar, die für iOS und Android erhältlich sein wird.

Die Vision des Startups, ein kompromissloses Highend-Fahrrad zu bauen, zeigt sich auch im Sicherheitskonzept des Volata Bikes. Neben der besonders lauten Hupe sind fest in den Rahmen Front- und Rückleuchten integriert, die von einem Nabendynamo mit Strom versorgt werden. Die Lichteinheit verfügt zudem über eine Licht-an-Automatik. Und dank des mit Bewegungssensoren arbeitenden Anti-Diebstahl-Systems wird der Besitzer gewarnt, wenn sein Gefährt bewegt werden sollte. Über den integrierten GPS-Sender kann der Nutzer den Fahrradstatus abfragen und den Aufenthaltsort des Bikes lokalisieren. Das Anti-Diebstahl-System bezieht seinen Strom von dem im Rahmen verbauten Akku, der über den Dynamo wiederaufgeladen wird.

Design Made in Italy: Das Volata Bike in der Farbvariante „Moon Grey“

Das nächste Highlight des Volata Bikes ist sein Antrieb: Die Nabenschaltung vom Typ Shimano Alfine 11 di2 verfügt über elf Gänge, die elektronisch gewechselt werden. Statt einer Kette kommt ein Zahnriemen zum Einsatz – das soll wartungsfreien Antrieb garantieren.

Die weiteren technischen Daten im Überblick: Das zehn Kilogramm leichte Volata Bike hat 28-Zoll-Räder, eine Karbongabel und einen in vier in vier Größen und zwei Farben verfügbaren Alurahmen. Weiterhin können Interessenten zwischen drei verschiedenen Sattelvarianten wählen.

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Wer jetzt Lust auf das Super-Fahrrad bekommen hat, kann sich seine Wunschkonfiguration gegen eine Anzahlung von 300 Dollar auf der Vorbestellerseite sichern. Der Betrag wird auf den finalen Kaufpreis von rund 3500 Dollar angerechnet. Insgesamt muss man hierzulande inklusive Versandkosten und Mehrwertsteuer jedoch gut 4000 Euro investieren, bekommt Mitte 2017 dafür ein wirklich edel designtes und technologisch hochinteressantes Fahrrad geliefert, das Salivioli zufolge auch richtig schnell unterwegs sein kann.

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