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Von Los Angeles nach Frankfurt: Athena ist der erste Roboter, der ein Flugticket braucht

Elisabeth Oberndorfer 16.12.2014

Die Lufthansa hat am Montag in Los Angeles einen ungewöhnlichen Passagier an Bord genommen. Athena heißt der Roboter, der mittlerweile in Frankfurt gelandet ist. Berichten zufolge war es das erste Mal, dass ein Roboter in der Economy-Klasse mitflog — und dafür auch zur Kasse gebeten wurde.

Warum der menschenähnliche Roboter auf dem Weg nach Deutschland ist? Athena ist ein Projekt der Max Planck Gesellschaft. Gebaut hat ihn Sarcos, ein Robotik-Spezialist aus Salt Lake City in Utah. Zwei Mitarbeiter des Instituts brachten Athena jetzt nach Deutschland, wo sie ihr gemeinsam mit der University of Southern California Dinge beibringen wollen, die für Menschen zu gefährlich wären — etwa atomaren Müll zu beseitigen. Jedenfalls hat Athena mit Beinen, Armen und einem Gesicht bereits sehr menschliche Züge. Ihr Kopf ist mit Kameras und Sensoren ausgestattet, eine Software bringt die Beine zum Laufen.

Bisher sind die Talente von Athena allerdings beschränkt, Doktorand Alexander Herzog musste seine Reisebegleiterin im Rollstuhl zum Langstreckenflug in der Economy-Klasse transportieren. Beim Sicherheitscheck erhielt der Roboter eine spezielle Untersuchung. Die Flughafenbetreibergesellschaft LAX Airport dokumentierte das Ereignis auf Twitter.

Athena hätte auch als Sperrgepäck nach Frankfurt eingecheckt werden können, die Mitarbeiter der Max Planck Gesellschaft wollten allerdings sehen, wie die anderen Passagiere auf den Roboter im Flugzeug reagieren. 

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