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Die USA erlauben die erste private Mondlandung

WIRED Staff 04.08.2016 Lesezeit 2 Min

Schon im Jahr 2017 will das Unternehmen Moon Express eine kleine Sonde auf dem Mond landen lassen. Jetzt hat die US-Luftfahrtbehörde den Vorschlag der Firma für eine staatliche Aufsicht der Mission angenommen — die entsprechenden Gesetze zu Raumflügen jenseits des näheren Erdorbits sind nämlich noch nicht fertig.

In Ermangelung gültiger Gesetze für den Flug hatte Moon Express der Federal Aviation Authority einen eigenen Plan vorgelegt, wie die Nutzlast der Mission aussehen wird und welche Daten den Behörden ständig zur Verfügung gestellt werden, berichtet The Verge. Damit kann die Regierung sicherstellen, dass das Privatunternehmen mit seinem Vorhaben, ein Landefahrzeug auf den Mond zu setzen, an keinem Zeitpunkt gegen das international gültige Outer Space Treaty verstößt. Dieses sieht unter anderem vor, dass Regierungen alle Raummissionen überwachen müssen, die von ihrem Staatsgebiet ausgehen.

Moon Express muss den Mond bereits 2017 erreichen, um sich den Google Lunar X Prize zu sichern, an dem es teilnimmt. Das Unternehmen gehört zu nur zwei teilnehmende Gruppen, die bereits einen Vertrag mit einem Raketenunternehmen vorweisen können: Das Startup Rocket Lab soll den etwa zehn Kilo schwere Lander mit seiner Electron zum Mond befördern. Die Deadline des Wettbewerbs ist der 31. Dezember 2017. Eine Verlängerung ist allerdings durchaus möglich, sollte es niemand schaffen — es wäre nicht die erste.

Der Gewinn des X Prize ist nicht Hauptanliegen von Moon Express: Langfristig will das Unternehmen auf dem Erdtrabanten Bergbau betreiben. Mit einem Sieg bei dem internationalen Wettbewerb wäre aber erst einmal demonstriert, dass das Unternehmen eine weiche Landung auf dem Mond schaffen kann. Ob dies auch gelingt, hängt allerdings in großem Maße von den Fähigkeiten der Raketenentwickler von Rocket Lab ab. Deren dreistufige Trägerrakete Electron soll in diesem Jahr überhaupt erstmalig getestet werden.

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