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Die US-Luftwaffe entwickelt fliegende Drohnenträger

WIRED Staff 04.01.2018 Lesezeit 2 Min

Das US-Militär will in Zukunft Schwärme von Kampfdrohnen mit modifizierten Frachtflugzeugen in den Einsatz bringen. Die Gremlin-Drohnen sollen günstig und wiederverwendbar sein — und nach dem Einsatz wieder auf ihrem Mutterflugzeug landen können.

In künftigen Gefechten will die US-Luftwaffe Drohnen mit kurzer Reichweite an Bord von größeren Flugzeugen ins Gefecht tragen und dann in großer Höhe absetzen. Wie Express berichtet, hat das Verteidigungsministerium nun Preise für die Entwicklungsausschreibung der Drohnen veröffentlicht: Kosten sollen die Gremlin-Drohnen weniger als 700.000 US-Dollar pro Stück. Raketen, mit denen diese abgewehrt werden könnten, sollen somit teurer sein als die Drohnen selbst.

Die Ausschreibung sieht Drohnen vor, die eine Reichweite von 300 Meilen und eine Nutzlastkapazität von 60 Pfund mitbringen. Zusätzlich sollen sie nicht nur von einem fliegenden C130-Transportflugzeug starten, sondern nach einer ausgeführten Attacke dort auch wieder landen können. Bisherige Tests von Schwärmen kleiner Drohnen für den Kampfeinsatz hatten diese Funktion nicht, konnten aber entsprechend auch von Jagdfliegern abgesetzt werden. Es gilt aufgrund der Turbulenzen um ein Flugzeug herum als schwierig, das Problem der Landung im Flug zu lösen.

Das Gremlin-Projekt sieht vor, dass die Drohnen bis zu 20 Mal wiederverwendet werden können. Sollten sie die Landung nicht durchführen können, zerstören sich die unbemannten Waffensysteme selbst. In diesem Jahr soll die dritte Phase der Entwicklung des Systems mit einer Demonstration der Flugfähigkeiten stattfinden.

Die Verwendung immer mehr autonomer Waffensysteme hatte zuletzt im Herbst eine internationale Gruppe von Experten und Tech-Unternehmern dazu veranlasst, eine strengere Reglementierung von Killer-Robotern zu fordern. Wie viel Autonomität die Gremlins der US-Luftwaffe letztlich haben werden, ist nicht bekannt.