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Die Falcon Heavy hat funktioniert

WIRED Staff 07.02.2018

Die größte Rakete der Welt hat ihren Jungfernflug erfolgreich absolviert. Lediglich eine der drei Landungen hat das neue Modell von Elon Musks Raumfahrtunternehmen nicht geschafft. Nun ist der kirschrote Tesla, der als Testfracht an Bord war, auf dem Weg in den Asteroidengürtel.

Der Start selber, aufgrund von Wind um zwei Stunden verschoben, lief exakt nach Plan: Die Falcon Heavy startete von ihrer Startrampe auf dem Gelände der NASA und brachte die Nutzlast auf Kurs in den Himmel. Nach kurzer Zeit trennten sich zunächst die beiden seitlichen Booster-Stufen ab, während der zentrale Teil der Rakete weiter beschleunigte. Die beiden Booster-Stufen setzten synchron und ohne Probleme auf Landeplätzen am Raumbahnhof auf.

Nach der Abtrennung des zentralen Boosters setzte die Nutzlast auf der zweiten Stufe ihre Reise ins All fort: Der Starman, ein Dummy im SpaceX-Raumanzug, saß am Steuer von Elon Musks Tesla Roadster, der zunächst auf einen Transferorbit zum Mars gebracht wurde. Damit es keine Kontamination des Roten Planeten gibt, wurde die Testladung allerdings noch weiter beschleunigt und wird den Mars verfehlen, um letztlich in einer Umlaufbahn um die Sonne zu enden, die bis in den Asteroidengürtel reicht.

Die zentrale Booster-Stufe hatte bei ihrer Rückkehr in die Atmosphäre Probleme: Nur eines der drei Triebwerke, die für eine heile Landung nötig sind, konnte zünden. Mit viel zu großer Geschwindigkeit kam die Rakete dann nahe der schwimmenden Landeplattform Of Course I Still Love You herunter, zerschellte an der Wasseroberfläche und beschädigte das unbemannte Wasserfahrzeug mit Trümmerteilen.

Die Landung des mittleren Boosters ist der einzige Aspekt des Flugs der Falcon Heavy, der nicht geklappt hat. Das Projekt ist ein voller Erfolg und zeigt, SpaceX kann auch Nutzlasten von mehreren Dutzend Tonnen ins All bringen. Satellitentransporte sind für dieses Jahr bereits vorgesehen — und mittelfristig Touristenreisen um den Mond. In der Entwicklung will Musk sein Unternehmen nun allerdings auf die nächstgrößere Rakete konzentrieren, die BFR. Diese soll dereinst Kolonisten zum Mars bringen.