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Daimler bringt ein smartes Betriebssystem

WIRED Staff 10.01.2018 Lesezeit 2 Min

Im Rahmen der Consumer Electronics Show hat Mercedes-Benz ein neues Betriebssystem für Autos vorgestellt. 3D-Grafik, Sprachsteuerung und eine Künstliche Intelligenz sollen vor allem die jüngere Generation ansprechen.

Mercedes-Benz User-Experience (MBUX), heißt das 3D-Betriebssystem, das erstmalig in der neuen A-Klasse vorkommen soll. Die Neuauflage der Einstiegsmodell-Reihe wird im Februar vorgestellt und kommt im Mai auf den Markt. Danach wird die neue Bedienoberfläche nach und nach in die anderen Mercedes-Modelle integriert. Grund für die A-Klassen-Integration ist, dass die Features von MBUX vor allem die „junge Generation“ überzeugen solle, so Daimler-Vorstandsmitglied Ola Källenius.

Durch MBUX werde das gesamte Auto zur Bedienoberfläche. Der Fahrer könne das System entweder über diverse Touchscreens oder über die am Lenkrad integrierten Touchpads steuern. Erstmals hat Mercedes-Benz seinen eigenen Sprachassistenten integriert, der über das Sprachkommando „Hey Mercedes“ gestartet wird.

Im Gegensatz zu anderen digitalen Helfern wie dem Google Assistant oder Siri soll die Daimler-KI auch natürliche Sprache verstehen. Konkurrenzprodukte verstehen oft nur deutliche Ansagen wie etwa „Temperatur senken“. Mercedes demonstrierte in einem Clip, dass das Betriebssystem alternativ auch umgangssprachliche Formulierungen versteht. Bei der Präsentation war ein HipHop-Fan zu sehen, der mit dem Kommando „Mach die Temperatur mal ein bisschen mehr Ostküste“ ebenfalls die Temperatursenkung bewirkte. Dies soll den Bedienkomfort und Umgang mit dem Sprachassistenten deutlich erhöhen.

Zudem ist das System durch Deep Learning in der Lage, nach und nach die Gewohnheiten und Bedürfnisse des Nutzers kennenzulernen. Dadurch schlägt MBUX nach einem Arbeitstag beispielsweise den Weg nach Hause vor oder zeigt oft gewählte Nummern vor einem Anruf an. Damit das System auf dem neuesten Stand bleibt, soll die Software regelmäßig mit Updates versorgt werden und auf diese Weise mit dem schnellen Entwicklungstempo von Smartphones und Konsumer-Elektronik mithalten.