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CeBIT: Merkel fordert eine schnellere Digitalisierung

WIRED Staff 20.03.2017

Kanzlerin Angela Merkel und der japanische Premierminister Shinzō Abe haben die CeBIT 2017 in Hannover eröffnet. Die Staatschefs sprachen sich für offene Märkte und eine schneller voranschreitende Digitalisierung aus.

In diesem Jahr steht die CeBIT unter dem Motto „d!conomy – no limits“ — als Gastland ist 2017 Japan auf der weltweit größten Fachmesse für Informationstechnik vertreten. Angela Merkel fand in ihrer Eröffnungsrede in diesem Jahr nicht nur lobende, sondern auch mahnende Worte, die sich an die Digitalbranche richten: Vom digitalen Wandel verunsicherte Menschen dürfe man nicht missachten.

Es gehe um „Millionen von Menschen, die zum Teil noch nicht wissen, was sie erwartet“. Auf dem Weg zur globalen Digitalisierung sollte nach Möglichkeit niemand vergessen werden. Das ginge aber nur, wenn Politik und Industrie zusammenarbeiten. „50 Milliarden Dinge sollen sich in den nächsten Jahren miteinander vernetzen. […] Wenn ich aber in die ländliche Räume schaue und wie es dort mit der Breitbandvernetzung aussieht, muss ich sagen: Da gilt es noch viele Menschen mitzunehmen“, so Merkel.  

Merkel bemängelte zudem, dass sowohl die Politik als auch die Digitalbranche in Europa bei wichtigen Entscheidungen oft zu langsam agieren. Das Gastland Japan sieht Merkel in diesem Zusammenhang in einer Vorreiterposition: „Von Japan können wir lernen, wie man neuen Technologien offener gegenüberstehen kann — beispielsweise beim Einsatz von Robotern in der Pflege.“ Shinzō Abe fand seinerseits deutliche Worte in Bezug auf die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung: „Wir dürfen keine Situation entstehen lassen, in der nur bestimmte Menschen Reichtum anhäufen oder Gesetzlose profitieren.“ Die beiden Staatschefs deuteten in diesem Zusammenhang eine gemeinsame Initiative an.

Einer der Schwerpunkte der diesjährigen CeBIT liegt auf dem Thema Mobilität und Verkehr. So plant Volkswagen beispielsweise, Staus durch Quantencomputer-Technologie fast in Echtzeit aufzulösen, während IBM seinen mit der Watson-KI ausgestatteten Kleinbus Olli vorstellte, über den WIRED bereits im vergangenen Jahr berichtet hatte. Die CeBIT hat ab heute bis zum 24. März ihre Tore für Besucher geöffnet.

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