Aus Fails lernen: Roboter der TU-Darmstadt optimieren sich autonom

Max Biederbeck 21.10.2014 Lesezeit 1 Min

Nachdem sich sein Schüler den Finger gebrochen hatte, wusste Jan Peters, dass er auf dem richtigen Weg war.

Peters und seine beiden Schüler iCub (l.) und DarIAS

Immer wieder sollte der Roboter DarIAS eine Schachtel greifen. Dass dabei eine Gliedmaße kaputtging, merkte Peters nicht. Sein Roboter hatte das Problem selbst gelöst, indem er einfach die anderen Finger mehr belastete. Es ist das, was sich der Professor für Intelligent Autonomous Systems an der TU Darmstadt zum Ziel gesetzt hat: Robotern das Lernen beizubringen. Sein zweiter Schüler iCub kann dadurch immer besser laufen, fallen und balancieren.

Peters ist über­zeugt: In Zukunft werden Roboter Wohnungen putzen, einkaufen und Autos fahren. Er träumt von einer Maschine, deren Algo­rithmus so schnell begreift, dass sie völlig selbstständig agiert. „Mir erscheint das realistischer als einem Erdbewohner des Jahres 1950 der Besuch auf dem Mond“, sagt er. Neil Armstrong tat 19 Jahre später dort die ersten Schritte. Die Zeit läuft.