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Angriffe auf Windows: Microsoft beschuldigt russische Hacker

WIRED Staff 02.11.2016

Angaben von Microsoft zufolge nutzt eine regierungsnahe russische Hackergruppe derzeit eine Sicherheitslücke im Betriebssystem Windows aus. US-Behörden hatten bereits im Vorfeld die Vermutung geäußert, Russland wolle mit Cyberattacken Einfluss auf die Präsidentschaftswahl nehmen.

Wie Reuters berichtet, handelt es sich bei den Angriffen um sogenanntes „Spear Phishing“, das mithilfe gefälschter E-Mails funktioniert. Die Gruppe dahinter nennt sich Strontium, ist in Hacker-Kreisen aber auch unter Namen wie Fancy Bear oder APT 28 bekannt. Ihnen wird nachgesagt, für den russischen Militär-Nachrichtendienst Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije (GRU) zu arbeiten, den die US-Regierung im Verdacht hat, Computersysteme der Demokratischen Partei infiltriert zu haben.

Microsoft gab am gestrigen Dienstag bekannt, dass die Angriffe zum einen eine Schwachstelle bei der Adobe-Flash-Software und zum anderen eine Sicherheitslücke in Windows selbst betreffen. Das Unternehmen will den Nutzern daher ab dem 08. November, also am Wahltag, ein Sicherheitsupdate für das Betriebssystem anbieten, mit dem sich die Schwachstelle beheben lässt. Adobe stellte seinen Anwendern bereits einen Tag zuvor eine neue Version seiner Software zur Verfügung.

Google hatte ebenfalls schon am Montag vor der Sicherheitslücke gewarnt. Aus Sicht von Microsoft war dieses Vorgehen jedoch unverantwortlich: Nutzer seien nun einer erhöhten Gefahr ausgesetzt, da der Fehler bekannt wurde, bevor es dafür eine Lösung via Update gab — das Suchmaschinenunternehmen wollte dazu bislang nicht Stellung nehmen. Die Zahl der Angriffe ist laut Informationen von Reuters im Übrigen eher gering. Zudem weist die Regierung in Moskau die Anschuldigungen aus den USA zurück.

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