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7 Tipps, wie der meistgehasste Mensch im Internet noch unbeliebter werden könnte

WIRED Editorial 10.12.2015

Martin Shkreli gilt schon jetzt als „meistgehasster Mann in Amerika“. Nachdem der 32-jährige Hedgefondsmanager im Herbst 2014 den Preis für das Medikament Daraprim verdreißigfacht hatte, regten sich sogar Hillary Clinton und Donald Trump über ihn auf. Nun kam heraus: Shkreli ist der geheimnisvolle Käufer, der die einzige Kopie des neuen Albums des Wu-Tang Clan erstanden hat. Doch da geht noch mehr. Viel mehr.

2014 hatte die Band Wu-Tang Clan angekündigt, von ihrem nächsten Album „Once Upon a Time in Shaolin“ nur eine einzige Kopie anzufertigen und diese an den Höchstbietenden zu verkaufen. Der Käufer könne mit dem Album anschließend tun, was er wolle. Im Falle von Martin Shkreli heißt das: in den Schrank legen. Laut Bloomberg hat er sich das Album nämlich bislang noch kein einziges Mal angehört. „Ich könnte mich schon davon überzeugen lassen, es zu hören, falls Taylor Swift es unbedingt hören will oder sowas“, lässt der Hedgefondsmanager Fans und Feinde wissen. „Aber im Moment denke ich, ich heb's einfach für einen miesen Tag auf.“

Den Preis für ein potentiell lebensrettendes Medikament in die Höhe treiben, um selbst reich zu werden. Millionen von Fans einer Band deren angeblich bestes Album seit Jahren vor der Nase wegkaufen und dann in den Schrank legen. Es gibt zugegeben nicht mehr viel, was man einem Mann, der sich so gekonnt als Hassobjekt inszeniert, noch raten kann. Hier dennoch einige Vorschläge, wie Shkreli seinen Titel in Zukunft verteidigen kann:

1. Fürs gesamte erste Wochenende, an dem der neue „Star Wars“-Film läuft, alle Platzkarten in allen Kinos von New York aufkaufen und dann selbst nicht hingehen, weil er „zu müde“ war.

2. Einem Kinderkrebskrankenhaus in San Francisco eine extrem großzügige Spende versprechen, aber nur unter der Bedingung, dass im Facebook-Hauptquartier alle Leute an einem bestimmten Tag in Elfenkostümen zur Arbeit kommen.

3. Ein Video von sich auf YouTube stellen, wie er sich „Once Upon a Time in Shaolin“ anhört — ohne Ton.

4. Die Erlöse aus dem Verkauf von Daraprim investieren, um sein gesamtes Wochenendhaus mit Robbenfell auszukleiden. Die Jäger, die er in Kanada damit beauftragt, die dazu nötigen 5000 Robbenbabys zu erschlagen, werden dabei gefilmt, die Dokumentation anschließend ins Internet gestellt.

5. Gemeinsam mit Pickup-Artist Julian Blanc eine internationale Akademie aufbauen, in der verunsicherte Männer für eine Gebühr von 25.000 Dollar darin ausgebildet werden, Frauen heimlich Drogen in die Getränke zu mischen.

6. Sich gemeinsam mit Bashar al Assad „Once Upon a Time in Shaolin“ anhören und anschließend drüber twittern, was für ein „cooler Typ“ der ist.

7. Einen der letzten bengalischen Tiger erschießen und sich aus dem Fleisch einen Mettigel in Form eines bengalischen Tigers formen lassen. Dann verkünden, dass er ab jetzt Veganer ist.

Wobei, vielleicht hat der Meister auch einfach immer noch selbst die besten Ideen:

Hier lest ihr den Hintergrund zum Thema Martin Shkreli und Daraprim. 

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