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Valley of the LOLs: Die HBO-Serie Silicon Valley startet in Deutschland

WIRED Staff 21.10.2014 Lesezeit 2 Min

Nerd-Alert! Ab November ist die HBO-Serie Silicon Valley in Deutschland zu sehen.  

Code! Echter Code! Wen Schlamperei bei Ausstattung und Requisite seiner Lieblings­serien in Rage versetzt, wird bei Silicon Valley entzückt gurren: Die smart-satirische Serie über ein kleines Dateikomprimierung-Start-up, das zwischen die Fronten verfeindeter Tech-Fantastilliardäre gerät, kokettiert mit üblichen Nerd-Klischees, nimmt sein Milieu jedoch sehr ernst.

Panoptikum: Start-up-Buben und reiche Käuze mit Zehenschuhen: Silicon Valley, ab 12. November auf Sky Atlantic HD.

Serienerfinder Mike Judge heuerte acht CTOs und Programmierer an, um 230 Post-its mit echten Scrum-Prozessen bekritzeln zu lassen und echten Code in Projekt-Tools wie GitHub und Jenkins einzupflegen – damit alle Monitore am Set realistische Dinge zeigten. Während der Drehbuchrecherche stellte Judge das Serien-Pitch-Deck seines Serien-Start-ups auch echten Venture-Capital-Firmen vor: Sie beteuerten, sie hätten liebend gern investiert.

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Drei Gründe, warum diese Serie sehr gut ist.

1. Alles richtig!  
Sie ist extrem anspielungsreich: Die Figur des Großinvestors Peter Gregory ist ein Mix aus Peter Thiel und Y-Combinator-Gründer Paul Graham. Und Hooli, das Unternehmen von Serien-CEO Gavin Belson, erinnert nicht nur an Google – Belson trägt auch Zehen-Sneakers, wie  Google-Mitgründer Sergey Brin.

2. Alles falsch!  
Auch wenn die Serie mit cleveren Anspielungen auf die Valley-Welt überrascht:  Natürlich macht es auch Spaß, sich darüber zu echauffieren, dass Start-ups in Wahrheit GANZ ANDERS funktionieren.

3. Diese Typen, ey!
Schon mit Beavis and Butt-Head und dem Büroschlachtfilm Office Space schuf Mike Judge großartige Hybrid-Charaktere, die einerseits mit Klischees spielen, diese Schablone aber schnell sprengen. Mit Silicon Valley gelingt ihm das ebenso.