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Die Universität Basel speichert Kurszertifikate per Blockchain

WIRED Staff 30.04.2018 Lesezeit 2 Min

Die Universität Basel speichert Kurszertifikate auf der Ethereum-Blockchain. Dies garantiere die Fälschungssicherheit der akademischen Diplome, teilte das Center für Innovative Finance der Hochschule mit.

Zusammen mit dem Schweizer Startup Proxeus hat das Center for Innovative Finance den Prototyp, der auch die Überprüfung von Dokumenten einfacher gestalten soll, entwickelt. Der Anwendungsfall ist für eine Blockchain ideal: Beim Speichern in einer Blockchain ist es dort für alle Zeit abrufbar. Zukünftig werden bei dem neuen Pilotprojekt die Kurszertifikate für „Bitcoin, Blockchain und Kryptoassets“ in einer Blockchain gespeichert, wie BTC-Echo berichtet.

Das Verfahren funktioniert folgendermaßen: Das Diplom selbst wird gehasht, also digital verschlüsselt. Anschließend wird dieser Hash mit einer Transaktion in die Ethereum-Blockchain geschrieben. Mögliche Arbeitgeber können dann mittels eines von Proxeus entwickelten Tools mit wenigen Klicks überprüfen, ob das Diplom des Bewerbers echt ist. Zudem hat Proxeus noch ein weiteres Tool entwickelt, mit dem die Diplome gehasht und in der Blockchain gespeichert werden können.

Aktuell ist das Überprüfen eines Diploms deutlich zeitaufwendiger. Bislang muss dazu die Universität Basel selbst kontaktiert werden. Danach muss die Universität die Erlaubnis des Absolventen einholen. Diese Schritte kosten nicht nur Zeit, sondern sind auch arbeitsintensiv.

Bei der Kooperation zwischen der Universität und dem Startup wurden innerhalb eines Monats zwei verschiedene Prototypen entwickelt, die auf unterschiedlichen Blockchains basieren. Mit dem neuen System soll aber nicht nur der Prozess beschleunigt werden, auch Betrüger sollen es schwerer haben. Bei Erfolg des Pilotprojekts, so ist sich CIF-Geschäftsleiter Dr. Fabian Schär sicher, ist dies nur der erste Schritt der blockchain-basierten Sicherung von akademischen Leistungsnachweisen.