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Berufung gescheitert: Der Silk-Road-Gründer bleibt lebenslang in Haft

Sofie Czilwik 01.06.2017

Silk Road galt einst als berüchtigtste Drogenhandelsplattform des Darknets. Ihr Gründer Ross Ulbricht wurde vor zwei Jahren zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Anwälte gingen in Berufung – und sind nun gescheitert.

Ross Ulbricht, der Gründer des Darknet-Marktplatzes Silk Road, ist am Mittwoch vor dem Bundesberufungsgericht der Vereinigten Staaten mit seiner Berufung gescheitert. 2015 war der heute 33-jährige Texaner zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden, weil er als Betreiber von Silk Road illegalen Online-Handel ermöglicht hatte. Zudem wurde er wegen Rauschgifthandel, Geldwäsche und Hacking für schuldig erklärt.

Seine Anwälte waren gegen das Urteil des Gerichts in Manhattan mit der Begründung vorgegangen, es habe Unregelmäßigkeiten bei den Ermittlungen gegeben und die Strafe sei unverhältnismäßig hart ausgefallen.

Über Silk Road sollen zwischen 2011 und 2013 illegale Transaktionen im Wert von über 200 Millionen Dollar gelaufen sein. Ross Ulbricht, der den Marktplatz unter dem Pseudonym Dread Pirate Roberts betrieb, wurde 2013 in einer Bibliothek in San Francisco festgenommen und sitzt seine Strafe in einem Gefängnis in New York ab. Silk Road gilt als Vorbild für spätere Darknet-Marktplätze, auf denen anonym Drogen oder Waffen gehandelt werden.

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