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Game of Thrones: Alles, was ihr zum HBO-Hack wissen müsst

WIRED Staff 01.08.2017

Hacker haben Server des US-Senders HBO geknackt und 1,5 Terabyte an Daten gestohlen. Nun will die unbekannte Gruppe nach und nach Informationen ins Netz leaken, darunter Folgen der Serien Ballers und Room 104 — und Textmaterial zur kommenden Folge der Erfolgsserie Game of Thrones.

Entertainment Weekly schreibt, dass HBO sich bislang noch nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert hat, in einer internen Mail allerdings darauf hinweist. CEO Richard Plepler teilt seinen Mitarbeitern darin mit, dass sowohl hauseigene als auch externe Sicherheitsexperten daran arbeiten, den Schaden einzuschätzen und einzudämmen.

Bereits am Sonntag ging eine E-Mail der Hacker an verschiedene Journalisten: „Hi an die ganze Menschheit,“ schreiben sie darin, „Der größte Leak des Zeitalters des Cyberspace passiert gerade. Wie heißt er? Oh, das hatte ich vergessen zu sagen. HBO und Game of Thrones......!!!!!! Ihr habt das Glück, die ersten zu sein, die den Leak herunterladen können. Genießt es und verbreitet die Nachricht. Wer am besten berichtet, bekommt ein Interview mit uns. HBO fällt.“

Was genau die Hacker an Daten zurückbehalten haben, ist derzeit noch völlig unklar. Es scheint allerdings zweifelhaft, dass sie eine ganze unveröffentlichte Folge von Game of Thrones erbeuten konnten — lediglich ein Skript der nächsten Episode könnte sich unter den bislang geleakten Daten befinden.

HBO versucht seit dem großen Erfolg seiner Fantasy-Serie, diese vor allem vor der offiziellen Veröffentlichung gegen eine illegale Verbreitung im Netz zu schützen. Dabei sind auch in der Vergangenheit schon Pannen passiert: Die ersten vier Folgen der fünften Staffel wurden von Preview-DVDs im Netz verbreitet und ein Trailer, der in diesem Jahr eigentlich für die Comic-Con gedacht war, fand sich bereits vor der offiziellen Vorführung auf YouTube wieder. Der aktuelle Vorfall ist allerdings der erste direkte Angriff auf die Server des Senders — und dürfte dort Auswirkungen auf das Sicherheitskonzept haben. Filmschmieden wie Hollywood haben schon seit geraumer Zeit große Probleme mit Hacker-Angriffen und engagieren deshalb sogar eigene Sicherheitsteams.

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